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Urteile gegen Gremium MC Rocker aus dem Vogtland

Im Prozess gegen vier Mitglieder des mittlerweile verbotenen Motorradklubs “Gremium MC” sind am Landgericht Zwickau am Dienstag die Urteile gefallen. Danach wurde gegen den 32-jährigen Hauptangeklagten eine Freiheitsstrafe von anderthalb Jahren verhängt. Drei weitere Angeklagte erhielten Bewährungsstrafen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die vier Männer aus Plauen von einem Klubmitglied gewaltsam ausstehende Beiträge eintreiben wollten. Den Vorwurf der Geiselnahme hatte das Gericht fallengelassen.
Streit um offenen Mitgliedsbeitrag

Es ging bei dem Geld offenbar um ausstehende Mitgliedsbeiträge in Höhe von 230 Euro. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, sei dem Geschädigten ins Gesicht geschlagen und getreten worden sein.

Der bereits vorbestrafte Hauptangeklagte muss sich demnächst erneut vor Gericht verantworten – dann in Cottbus. Dabei geht es um einen versuchten Totschlag in Königs Wusterhausen. Er soll gemeinsam mit anderen Rockern einen 16-Jährigen schwer verletzt haben, weil sie ihn für das Mitglied einer verfeindeten Gang hielten.

http://www.mdr.de/nachrichten/rocker-prozess102_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html

Ehemaliges Gremium-MC-Mitglied sagt aus

Der Prozess gegen vier Rocker wegen versuchten Mordes an einem damals 16-Jährigen hat eine überraschende Wende bekommen: Vor dem Landgericht Cottbus hat ein Tatbeteiligter einen der Angeklagten schwer belastet. Eine ungewöhnliche Aussage – denn normalerweise wird in der Szene geschwiegen.

Erstmals hat im Prozess wegen versuchten Mordes an einem 16-Jährigen ein Zeuge einen der angeklagten Rocker schwer belastet. Vor dem Landgericht Cottbus identifizierte der Mann am Mittwoch einen der vier Verdächtigen, der in der Silvesternacht 2011 zusammen mit Dutzenden anderen Rockern den Jugendlichen verfolgt und mit Schlägen und Messerstichen schwer verletzt haben soll.

Der Zeuge stammt aus dem Kreis der Täter. Das ehemalige Mitglied des Rockerclubs Gremium MC sprach von 50 bis 60 Männern, die den 16-Jährigen gejagt hätten, weil sie ihn für ein Mitglied eines verfeindeten Rockerclubs hielten. In der Anklageschrift ist von 40 Männern die Rede.

Die Verteidigung hatte mit zahlreichen Anträgen und Einwänden lange versucht, die Zeugenaussage zu verhindern.

Die Gruppe soll auf der Suche nach Mitgliedern eines verfeindeten Rockerclubs in eine Diskothek in Königs Wusterhausen eingedrungen sein. Anschließend hätten sie den 16-Jährigen, den sie irrtümlicher Weise für einen Rocker gehalten haben sollen, verfolgt und so schwer verletzt, dass er nur durch eine Notoperation gerettet habe werden können, so die Anklage.
Aussagen aus den eigenen Reihen gilt als Tabubruch

Die bisherigen Zeugen haben die Angeklagten nicht belastet. Gegen die eigenen Leute auszusagen gilt in der Rockerszene als Tabubruch. Ein Motiv für die heutige Aussage könnte aber sein, dass der Zeuge in einem Parallelverfahren zur gleichen Nacht vor Gericht steht. Allerdings geht es da lediglich um Landfriedensbruch und Waffenbesitz.

Die vier Angeklagten im Alter zwischen 23 und 37 Jahren stehen seit März vor Gericht. Bei dem Prozess gelten strenge Sicherheitsbestimmungen.

http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2013/10/zeuge-belastet-angeklagten-in-cottbuser-rockerprozess.html

Hells Angels Mitglieder zu hohen Haftstrafen verurteilt

Immer wieder gehen konkurrierende Rocker aufeinander los. Für zwei Hells-Angels-Mitglieder endet eine Messerattacke auf einen anderen Rocker in Brandenburg nun im Gefängnis – sie erhielten lange Haftstrafen.

Nach einer Messerattacke im Rocker-Milieu sind zwei Angehörige der Hells Angels wegen versuchten Mordes vom Landgericht Potsdam zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die 30 und 23 Jahre alten Männer sollen für zwölf beziehungsweise zwölf Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Wegen weiterer Straftaten erwartet den Jüngeren eine Haftstrafe von insgesamt 16 Jahren und drei Monaten. Zudem müssen die Rocker rund 22 000 Euro an das Opfer zahlen. Die Verteidiger wollen in Revision gehen.

Nach Überzeugung des Gerichts haben die beiden Verurteilten einen Rocker des konkurrierenden Clubs MC Gremium am 25. Dezember 2011 in Königs Wusterhausen in Brandenburg niedergestochen.

“Es war ein Racheakt und eine Machtdemonstration”, sagte Richter Frank Tiemann am Donnerstag. Das Opfer hatte den Präsident des “Hells Angels Motorradclubs Oder-City” beleidigt.

Ein mitangeklagter Rocker (29) verließ das Gericht als freier Mann. Die Richter sprachen ihn – wie von der Staatsanwaltschaft beantragt – mangels Beweisen frei. Dem Mann steht eine Entschädigung für die rund einjährige Untersuchungshaft zu.

Die Messerattacke gilt als Auslöser für einen Angriff von Rockern auf einen unbeteiligten 16-Jährigen am Silvesterabend 2011 vor einer Diskothek in Königs Wusterhausen. Rocker hatten den Jugendlichen fast zu Tode geprügelt, weil sie ihn für ein Mitglied der Hells Angels hielten. Dieser Fall beschäftigt das Landgericht Cottbus. Dort müssen sich vier Rocker unter anderem wegen versuchten Mordes verantworten.

Aus Sicht der Sicherheitsbehörden war dieser Angriff der bisherige Höhepunkt der Gewalteskalation zwischen den verfeindeten Rockerclubs in Brandenburg. Anfang Juli schaltete sich Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) ein: Er verbot die Rockergruppe “Regionalverband Gremium Motorcycle Club (MC) Sachsen”, weil sich diese über Landesgrenzen hinweg auch auf Brandenburg konzentrierte. Gleichzeitig löste Brandenburgs Innenministerium zwei Gruppierungen der Hells Angels auf. Ihnen werden zahlreiche Straftaten vorgeworfen, darunter Körperverletzung, Geiselnahme, Erpressung und Betrug.

Aus Sicht der Verteidiger ist das Potsdamer Urteil politisch motiviert. “Die Richter wollten ein Exempel statuieren”, sagte Stefan Tierel. Sein Mandant sei nicht an der Tat beteiligt gewesen. Das heute 27 Jahre alte Opfer hatte die Männer anhand ihre auffälligen Tätowierungen im Gesicht beziehungsweise am Hals erkannt.

Die Potsdamer Richter stützten ihr Urteil im wesentlichen auf die Angaben des Opfers. Die Aussage des Gremium-Rockers sei glaubwürdig, so Richter Tiemann. Obwohl dies in Rockerkreisen verpönt sei, habe dieser – auch zur Überraschung der Polizei – ausgesagt. “Er war sichtlich bemüht, reinen Tisch zu machen”, sagte Tiemann. Das Opfer befindet sich im Zeugenschutzprogramm und hat eine neue Identität erhalten.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/rocker-prozess-in-potsdam-gericht-verurteilt-zwei-hells-angels-zu-hohen-haftstrafen/8713822.html

Mehrere Jahre Haft für Rocker gefordert

Im Prozess gegen drei Hells Angels wegen versuchten Mordes hat die Staatsanwaltschaft Potsdam Haftstrafen zwischen sieben und neun Jahren gefordert. Das Urteil will das Landgericht Potsdam am 29. August (11.00) verkünden, teilte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch mit. Die 30 und 23 Jahre alten Männer mussten sich nach einer Messerattacke auf einen Rocker des konkurrierenden Clubs MC Gremium am 25. Dezember 2011 in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) verantworten. Laut Anklage handelte es.
Nach rund 20 Verhandlungstagen hat die Staatsanwaltschaft für einen der Angeklagten Freispruch gefordert. Im Fall des 30 Jahre alten Hauptangeklagten sah sie jedoch dessen Schuld erwiesen und beantragte neun Jahre Freiheitsstrafe wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Für den Jüngeren forderte sie wegen Beihilfe dazu sieben Jahre Freiheitsstrafe. Weil mehrere Vorstrafen einbezogen werden müssen, soll der 23-Jährige elf Jahre in Haft. Zudem verlangt das heute 27-Jährige Opfer rund 6800 Euro Schadenersatz und ein angemessenes Schmerzensgeld.

Die Messerattacke gilt als Auslöser für einen Angriff von Rockern auf einen unbeteiligten 16-Jährigen am Silvesterabend 2011 vor einer Diskothek in Königs Wusterhausen. Rocker hatten den Schüler angegriffen, weil sie ihn für ein Mitglied der Hells Angels gehalten hatten. Bei der Attacke wurde der Jugendliche fast zu Tode geprügelt. Er überlebte nur dank einer Notoperation. Dieser Fall beschäftigt seit Monaten das Landgericht Cottbus. Dort müssen sich vier Rocker unter anderem wegen versuchten Mordes verantworten.

https://www.focus.de/regional/potsdam/prozesse-mehrere-jahre-haft-fuer-rocker-gefordert-urteil-naechste-woche_aid_1078029.html