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Drogen Razzia bei Hells Angels Reutlingen

Im Zuge einer großangelegten Rauschgift-Razzia der Kriminalpolizei Neu-Ulm ist am Montag auch die Hells Angels MC Kneipe „The Other Place“ in der Reutlinger Mauerstraße von einem Spezialeinsatzkommando durchsucht worden.

Reutlingen.Seit dem vergangenen Herbst hatten die bayrischen Polizisten ihre Ermittlungen gegen die Rockerszene im süddeutschen Raum vorangetrieben, ehe die Beamten am Montagmorgen auf einem Parkplatz bei Memmingen im Allgäu zwei Männer bei einem Drogengeschäft festnahmen. Laut Auskunft der Staatsanwaltschaft Kempten gehören diese dem Rockerclub Black Rider MC im Allgäu an, der geschäftliche Verbindungen zu den Reutlinger Hells Angels unterhalten soll.

Nach der Festnahme durchsuchten die Beamten deshalb zwölf Objekte in Bayern und Baden-Württemberg, darunter Clubheime, Lagerräume und Kneipen. In Reutlingen habe man im „The Place“ allerdings nichts finden können, erklärt Bernhard Menzel, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Kempten. Man gehe jedoch davon aus, dass die Hells Angels an den Drogengeschäften mit dem MC Black Rider beteiligt sind. Es gebe mehrere Beschuldigte, gegen die weiter ermittelt wird, es sei am Montag aber keiner festgenommen worden.

Fündig wurden die Polizisten andernorts dann doch noch und stellten insgesamt „eine nicht unbedeutende Menge Rauschgift“ sicher. Um welche Drogen es sich handelt und wie viel genau gefunden wurde, darüber geben die Ermittler bislang noch keine Auskunft. Zuvor müssten die Substanzen noch im Labor untersucht werden.

http://www.tagblatt.de/Nachrichten/Drogen-Razzia-im-The-Place-Verbindungen-zum-MC-Black-Rider-284246.html

Polizei durchsuchte Wohnungen im Allgäu

Razzien in drei Landkreisen. Ermittelt wird gegen Mitglieder eines Allgäuer Motorradclubs. Zwei Männer werden bei Festnahme leicht verletzt.

Die Polizei hat am Montag über ein Dutzend Wohnungen im nördlichen Oberallgäu, im mittleren Ostallgäu und im Unterallgäu durchsucht. Weitere Razzien gab es im Raum Reutlingen. Anlass dafür waren Ermittlungen gegen Mitglieder des Rockerclubs „Black Rider MC Kempten/Allgäu“. Die Polizei verhaftete zwei Männer der Gruppierung gestern Morgen am südlichen Stadtrand von Memmingen. Dabei wurde in einem Lieferwagen eine Substanz in großer Menge gefunden, vermutlich Rauschgift. Die Männer wehrten sich gegen die Festnahme und wurden dabei leicht verletzt. Hintergrund der Aktion waren mehrmonatige Ermittlungen gegen den Motorradclub. Auch das Vereinsheim des Clubs in Lauben bei Kempten, der Gasthof Löwen wurde durchsucht. Dabei wurde nichts gefunden. Versehentlich nahmen Beamte Hans-Hermann Uhl, den früheren Pächter des „Löwen“ fest, sie ließen ihn aber wenig später wieder frei.

Die beiden Männer, 40 und 51 Jahre alt, waren wegen eines Rauschgifthandels mit dem Oberallgäuer Lieferwagen nach Memmingen gefahren. Dort hatte die Polizei schon auf sie gewartet. Im Bereich des A7-Pendlerparkplatzes hieß es dann „Zugriff“. Der Beifahrer wurde festgenommen, der Fahrer versuchte noch, zu fliehen. Ein ziviler Polizeiwagen blockte die Flucht aber ab. Es kam zu einem Zusammenstoß der Autos mit einem leichten Blechschaden. Beide Männer wehrten sich gegen die Verhaftung und wurden leicht verletzt. Ihnen werden schwere Straftaten im Bereich Rauschgifthandel zur Last gelegt. Sie sitzen bereits in U-Haft. Es müsse nun geprüft werden, ob der Rockerclub „als Ganzer“ verstrickt in die Sache ist, sagt Polizeisprecher Christian Eckel. Es könne auch sein, dass es sich um Einzeltaten der beiden Männer handelt. Der Club sei nämlich mit kriminellen Gruppierungen wie den „Hells Angels MC“ nicht gleichzusetzen. Vielmehr handelt es sich bei den „Black Ridern“ um Hobbybiker, die sonst normalen Berufen nachgehen. Aber die „Black Rider“ unterhalten immerhin Kontakte zu den großen Clubs. Und in Reutlingen gibt es einen Ableger der „Hell’s Angels“. Ob dort etwas gefunden oder jemand verhaftet wurde, sagte die federführende Staatsanwaltschaft Kempten nicht.

In der kleinen Gemeinde Lauben, in der sich das Clubhaus befindet, sorgte das Großaufgebot für Aufsehen. Nicht zuletzt wegen dem, was die Besucher der Bäckerei direkt gegenüber am frühen Morgen zu sehen bekamen: Hans-Hermann Uhl, den früheren Pächter des „Löwen“, in Schlafanzughose und Handschellen vor dem Haus. Seit 18 Jahren lebt Uhl in der Pächterwohnung im Obergeschoss. Das Gasthaus betreibt er seit drei Jahren nicht mehr, in der Wohnung lebt er aber noch. Dort, so sagte er auf Anfrage unserer Zeitung, hörte er am frühen Morgen Lärm. Er erinnert sich: „Plötzlich stand ich in der Tür dieser schwarzen Wand von maskierten Polizisten gegenüber.“ Sie rangen ihn zu Boden, legten ihm auf dem Rücken Handschellen an und brachten ihn nach draußen. Dort stand der ehemalige Pächter dann, bis abgeklärt war, dass er mit dem Motorradclub nichts zu schaffen hat.

Innerhalb kürzester Zeit hatte sich der Einsatz herumgesprochen. In der Bäckerei waren die Vorgänge im „Löwen“ am Vormittag das Gesprächsthema. Von der anderen Straßenseite aus wanderten fragende Blicke immer wieder hinüber zu dem alten Gasthof, der mit weiß-rotem Polizeiband abgesperrt war und in dem Polizisten in schwarzen Anzügen und teilweise mit Sturmhauben über dem Kopf ein- und ausgingen. Auf die immer wieder von verschiedenen Menschen gestellte Frage, was denn los sei: keine Antwort.

Vor drei Jahren hat der „MC Black Rider“ den Gasthof Löwen von der Gemeinde gepachtet. Bedingung der Gemeinde war, dass der Club den Gasthof nicht nur als Clubheim nutzt, sondern auch die Laubener mit einbezieht. Unter der Woche dient der Gasthof seither als Clubhaus, jeden Freitag- und Samstagabend ist auch für alle anderen geöffnet. Anfängliche Bedenken der Laubener hatten sich mit dem Einzug des „MC Black Rider“ schnell zerstreut. Mittlerweile kommen die Laubener gerne in den „Löwen“. Als „anständig und nett“ beschreiben viele die Motorradfans.

Laubens Bürgermeister Berthold Ziegler sagte, dass die Gemeinde mit den Rockern als Mietern nie Probleme gehabt habe. Ganz im Gegenteil: Die Vereinsmitglieder hielten das Gebäude mitten im Ort gut in Schuss. Gerade freue man sich zudem auf die Grillsaison. Im vergangenen Jahr waren im Löwen regelmäßige Grillabende eingeführt worden. Ziegler bezweifelt, dass der Polizeieinsatz im Gasthof illegale Machenschaften zutage bringen wird. Die MC-Verantwortlichen hätten sich stets als zuverlässig erwiesen.

http://www.augsburger-allgemeine.de/krumbach/Polizei-durchsucht-ueber-ein-Dutzend-Wohnungen-id37465952.html

Hausdurchsuchungen in der Ulmer Rockerszene

Hausdurchsuchungen in der Ulmer Rockerszene

In der Region tobt ein Rockerkrieg, bei dem Heidenheim zwar nicht im Zentrum steht, aber durchaus tangiert wird. Jetzt hat die Polizei zehn Wohnungen von Tatverdächtigen durchsucht, auch im Landkreis Heidenheim. Gefunden wurden Waffen, Anabolika, Messer und Schlagwerkzeuge.

Vorfälle zwischen verschiedenen rockerähnlichen Gruppierungen ziehen sich durch die vergangenen Monate. Bereits am 13. Mai fielen in Ulm Schüsse auf ein Bordell namens Lolita-Club, das früher von einem Mitglied der Black Jackets betrieben wurde. Heute ist das Etablissement in der Hand von zwei kosovarischen Brüdern, die zur Vereinigung Blue Rockmachine gehören. Die beiden betreiben außerdem ein Lokal am Kornhausplatz in Ulm, das am 12. Juni Zielscheibe eines Anschlags mit Hilfe eines Sprengsatzes wurde. Insider vermuten, dass dann der Gegenschlag erfolgte: Zwei Tage später krachte es im Landkreis Heidenheim, auf das Gelände eines Autohändlers in Nattheim wurden mehrere Molotow-Cocktails geworfen.

In einschlägigen Kreisen heißt es, dass die United Tribuns, eine Vereinigung aus der Türsteher- und Bodybuilder-Szene, in Ulm versuche, Einfluss auf das Rotlichtmilieu zu gewinnen. Der Chef der Ulmer United Tribuns soll aus dem Landkreis Heidenheim stammen. Ihm wird auch die Verbindung zu dem Nattheimer Autohändler zugeschrieben, die dieser aber gegenüber unserer Zeitung bestritten hat.

Die Polizei will sich indes nicht weiter in die Karten schauen lassen, nicht einmal die Namen der Gruppierungen, die hier involviert sind, werden genannt. Die Durchsuchungen, die gestern bekanntgegeben wurden, fanden bereits Mitte August in Stuttgart, Böblingen, Aalen, Esslingen, Neu-Ulm, Augsburg, Schwäbisch Gmünd und Heidenheim statt. Sichergestellt wurden neben fünf Schreckschusswaffen und 20 verbotenen Gegenständen – darunter eine Machete – auch Datenträger und Unterlagen, die zur Aufklärung der Straftaten beitragen sollen.

Dass es auch im Landkreis Heidenheim Mitglieder der United Tribuns gibt, scheint unbestritten. So waren beispielsweise an einer Auseinandersetzung zwischen United Tribuns und Hells Angels in Reutlingen Anfang August auch einige Heidenheimer beteiligt.

Welche Rolle die Black Jackets in der Auseinandersetzung der Gruppierungen spielen, bleibt hingegen unklar. Laut Medienberichten konnte die Polizei Ende Mai einen Zusammenstoß verfeindeter Gruppierungen in Ulm verhindern. Damals sollen Mitglieder der Bandidos, der Black Jackets und der Blue Rockmachine gegen die United Tribuns aufmarschiert sein. In Heidenheim hatte die Polizei am 31. Mai mit mehreren Streifenwagen und einem Hubschrauber 20 Mitglieder eines Clubs gestoppt, die sich vor einem Lokal in der Oststadt versammelt hatten und offenbar nach Ulm fahren wollten.

http://www.swp.de/heidenheim/lokales/kreisheidenheim/Waffen-und-Anabolika-Hausdurchsuchung-in-Rockerszene;art1168195,3409053

Tatverdächtige identifiziert in Reutlingen

Tatverdächtige identifiziert in Reutlingen

Reutlingen – Nach der Schlägerei im Burger King am Reutlinger Bahnhof hat die Polizei jetzt die ersten Hells Angels identifiziert.

Was war passiert? Am Montagabend eskalierte der Streit zwischen den Hells Angels und Mitgliedern der United Tribuns in Reutlingen. Die beiden Gruppen gingen aufeinander los. Blut spritze durchs Lokal. Ein Opfer kam mit Messerstich-Wunde ins Krankenhaus.

► Jetzt konnte die Polizei erste Tatverdächtige identifizieren. Auf Seiten der Hells Angels mit dabei: ein 28-jähriger Reutlinger sowie ein 48-Jähriger aus dem Kreis Tübingen.

Gegen die Rocker wird nun wegen des dringenden Verdachts der gemeinschaftlichen, gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

Beide Männer sind bereits wegen Gewaltdelikten vorbestraft. Eine Aussage machten sie nicht.

Die Ermittlungen zum genauen Ablauf und Hintergrund der Schlägerei dauern noch an. Die Polizei hofft weitere Tatverdächtige identifizieren zu können.

http://www.bild.de/regional/stuttgart/motorradclub/erste-rocker-identifiziert-42099142.bild.html

Keine Verhaftung nach Rockerkrieg in Reutlingen

Keine Verhaftung nach Rockerkrieg in Reutlingen

Reutlingen – Nach der blutigen Rockerschlacht in einem Burger King hat die Polizei noch immer keine Tatverdächtigen festnehmen können.

BILD berichtete über die Attacke auf zehn Mitglieder der Straßen-Gang United Tribuns. Ein 34-Jähriger bekam einen Messerstich in den Rücken, musste ins Krankenhaus. Die Kripo vermutet, dass die Angreifer zu den Hells Angels gehören.

Wertet die Polizei jetzt die Videos aus Überwachungskameras aus? Polizeirat Björn Reusch (37): „Dazu geben wir keine Auskunft.“

Nur eines ist sicher: Der Präsident der Reutlinger Hells Angels, Ingo Dura (49), war nicht beteiligt. Er sitzt seit anderthalb Jahren wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung im Gefängnis.

http://www.bild.de/regional/stuttgart/motorradclub/keine-festnahme-nach-rockerstreit-42083808.bild.html