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Mitglied der Reutlinger Hells Angels verurteilt

REUTLINGEN. Ein Grund für den Kopfstoß des »Höllen-Engels« in der Diskothek B 27 am 2. März dieses Jahres? »Es gab keinen«, sagte Oberstaatsanwalt Bernhard Henn am gestrigen Dienstag im Amtsgericht Reutlingen. Einmal mehr habe eines der Hells-Angels-Mitglieder mit seinem Verhalten ausdrücken wollen: »Hier sind wir, um zu bestimmen, was uns in einem bestimmten Moment gefällt und was nicht«, so Henn. Was dem nun Angeklagten nicht passte? Ein Blick vielleicht, nicht viel mehr. »Was gucksch du«, hatte der Täter zu einem Disco-Besucher gesagt – und ohne eine Antwort abzuwarten ihm sogleich einen Kopfstoß verpasst.

Nachts um 2 Uhr während einer Geburtstagsfeier der Frau des inhaftierten Reutlinger Rocker-Präsidenten Ingo Dura ereignete sich der Vorfall. Im Gegensatz zu fast allen Zeugen konnten sich das Opfer und dessen Freundin noch sehr gut daran erinnern. Und sie tippten am darauffolgenden Sonntag auch zielsicher auf den Täter, als ihnen bei der Polizei eine »Wahl-Lichtbildvorlage« mit 246 Personen vorgelegt wurde.

Nicht regelkonform

Der Rechtsanwalt des Angeklagten, Günter Urbanczyk, bemängelte aber genau das – was auch Richter Eberhard Hausch, Vorsitzender des Schöffengerichts, einsah: Die Vorlage der Fotos sei nicht regelkonform gelaufen, es hätten mehr ähnlich aussehende Männer im Alter des Täters gezeigt werden müssen, bemängelte Hausch. Aber: »Wir brauchen die Wahl-Lichtbilder gar nicht«, so das Fazit. Denn der Oberstaatsanwalt hatte darauf verwiesen, dass zwei Personen unabhängig voneinander den Täter wiedererkannten – und das, so Henn, »hätte schon zur Überführung ausgereicht«. Dass der Angeklagte mit dem Pferdeschwanz und der Hells-Angels-Kutte an dem Abend auch in der Disco war, reichte dem Schöffengericht aus, um die Tat dem Rocker zuzuschreiben. »Es gibt ja sonst keine Member mit Pferdeschwanz«, sagte Eberhard Hausch.

Hinzu kam, dass sich die Zeugen aus direktem oder indirektem Umfeld der Hells Angels partout nicht daran erinnern konnten, wer an diesem Abend so alles aus ihren Reihen mitgefeiert hatte. Und dass eine Videoaufzeichnung vom Eingang des B 27 ausgerechnet zu dem Zeitpunkt versagte, als die Rocker kamen und gingen, kommentierte der Richter mit der Frage: »Für wie dumm wollen uns die Leute eigentlich verkaufen?«

Einschlägig vorbestraft

»Ohne jegliche Rücksicht auf andere wollen die Angels Chef im Ring sein – die gehören weg und nicht auf die Straße«, begründete Oberstaatsanwalt Bernhard Henn unter anderem seine Forderung, den Angeklagten wegen vorsätzlicher Körperverletzung zwei Jahre hinter Gitter zu schicken. Bewährung könne es nicht geben, weil der 48-Jährige mehrfach einschlägig vorbestraft sei. »Und weil er Bewährungsbrecher ist, nichts gelernt hat, sich nicht aus dem Rockerumfeld gelöst oder ein Anti-Gewalttraining begonnen hat«, ergänzte Eberhard Hausch in seiner Urteilsbegründung. Das Schöffengericht stimmte zwar der Haftforderung von Henn zu – nicht aber der Knastdauer: Ein Jahr sei ausreichend, meinte Hausch.

Im Übrigen habe diese Einzeltat verhältnismäßig wenig mit den Hells Angels zu tun. »Wir wollen ihnen nicht zu viel Ehre zukommen lassen.« Dass der Rockerclub Angst und Schrecken verbreite, gehöre doch eher der Vergangenheit an. »Die Herren werden auch älter und vielleicht weiser«, so der Richter. Ein Ruf wie Donnerhall? Das, meinte Eberhard Hausch, sei ja wohl passé.

http://gea.de/region+reutlingen/reutlingen/+fuer+wie+dumm+wollen+die+uns+verkaufen+.3938066.htm

Hells Angels Mitglied wegen Körperverletzung vor Gericht

Völlig grundlos soll ein Hells Angel Anfang März in der Ofterdinger Disko B27 einen Gast mit einem Kopfstoß verletzt haben. Seit gestern muss sich der 48-Jährige, der unter Bewährung steht, vor dem Reutlinger Schöffengericht verantworten.

Reutlingen. Der erste Prozesstag hatte es in sich: Oberstaatsanwalt Bernhard Henn beantragte gegen eine Zeugin, die seiner Meinung nach offensichtlich die Unwahrheit sagte, Beugehaft. Die wurde vom Schöffengericht zwar abgelehnt. Allerdings wurde die 38-Jährige, die sich partout an keinen der Hells Angels erinnern wollte, die mit ihr am fraglichen Abend gefeiert hatten, vereidigt – was auch nicht alle Tage vorkommt.

Auf der anderen Seite stellte der Verteidiger, Rechtsanwalt Günter Urbanczyk, einen Beweisantrag. Denn er findet die Art und Weise, wie sein Mandant als mutmaßlicher Täter vom Geschädigten und seiner Freundin identifiziert worden war, so fehlerhaft, dass die Erkenntnisse nicht verwendet werden sollten. Der Angeklagte selbst, ein 48-jähriger gelernter kaufmännischer Angestellter, der als Wirtschafter in einem Eros-Center arbeitet, wollte keine Aussagen darüber machen, was in der Nacht vom 1. zum 2. März im Ofterdinger Danceclub B27 geschah. Unstrittig ist, dass die Frau des Reutlinger Hells-Angels-Präsidenten Ingo Dura dort ihren Geburtstag nachfeierte. Neben geladenen Gästen hielten sich auch zahlreiche andere Besucher/innen in der Disko auf, darunter das spätere Opfer, dessen Freundin und ein befreundetes Paar.

Eigentlich, berichtete der Geschädigte, sei es ein ganz netter Abend gewesen. Bis einer der Kuttenträger irgendwann zielstrebig mit den Worten „Hast Du ein Problem?“ auf ihn zugekommen sei. Er habe gerade noch „Nein“ sagen können, dann sei alles dunkel geworden. Seine Freundin, die während des Vorfalls neben ihm stand, konnte sich vor Gericht genauer erinnern: Der Angeklagte sei an ihr vorbei gegangen, habe ihren Freund angesprochen und diesen sofort mit einem kräftigen Kopfstoß zu Boden gestreckt.

Warum der Hells Angel ihn geschlagen hatte, konnte sich der 45-Jährige nicht erklären. Allerdings hätten er und seine Freundin den Eindruck gehabt, den Mann von früher zu kennen. Deshalb hätten sie ihn vielleicht öfters angeschaut: „Wir sind aber nicht auf seinen Namen gekommen.“ Wieso er denn nicht gleich die Polizei gerufen hätte, wollte der Vorsitzende Richter Eberhard Hausch von dem Zeugen wissen. Der hatte erst am nächsten Tag Anzeige erstattet, nachdem er zur Untersuchung im Krankenhaus war. Die Securitys hätten ihm nahegelegt, zu gehen, damit die Situation nicht noch mehr eskaliere: „Der Türsteher hat gesagt, wenn wir die Polizei rufen, dann würden gleich noch 30 weitere dastehen.“ Eskortiert von den Sicherheitsleuten hätten er und seine Freundin die Disko deshalb durch die Hintertür verlassen.

Tags darauf wurde der Angeklagte und seine Freundin von der Reutlinger Kripo vernommen. Dabei wurde ihnen unabhängig voneinander eine digitale Kartei mit über 200 Bildern polizeibekannter, gewaltbereiter Männer gezeigt. Beide erkannten in einem von ihnen zweifelsfrei den Angeklagten als den Angreifer. Dass es sich dabei um eine Gruppe wahllos zusammengestellter Personen handelte, wurde vom Verteidiger beanstandet. Dies entspreche nicht den geltenden Anforderungen einer Gegenüberstellung, so der Anwalt. Um Beweiskraft zu erlangen, müsste es sich bei der Auswahl um Männer ähnlichen Alters und Erscheinung handeln. Bei einer zweiten Vernehmung sei diese Vorgabe erfüllt gewesen, berichtete Ermittlungsrichter Sierk Hamann. Zwar hatten sowohl das Opfer als auch seine Freundin wegen der Ähnlichkeit der zur Auswahl stehenden Personen in einem Fall kurz gezögert. Schließlich identifizierten sie aber beide den Angeklagten „zweifelsfrei als Täter“.

Der ebenfalls als Zeuge geladene 31-jährige Security-Chef der Disko stellte den Sachverhalt gänzlich anders dar. Er habe den Geschädigten mehrfach gefragt, ob er die Polizei wolle, was der verneinte. Doch weil der Mann „aggressiv und betrunken“ gewesen sei, habe er ihn schließlich gebeten zu gehen. Und ein weiterer Zeuge aus dem Umfeld der Hells Angels behauptete, er habe zwar gesehen, dass das Opfer einen Faustschlag bekommen habe. Der Täter sei aber auf keinen Fall der Angeklagte gewesen. Der Prozess wird am 21. Oktober fortgesetzt.

http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/reutlingen_artikel,-Hells-Angel-wegen-Koerperverletzung-vor-Gericht-_arid,275217.html

Hells Angels Reutlingen Clubhaus soll abgerissen werden

REUTLINGEN. Die Albstraße zählt in ihrem Abschnitt zwischen See- und Betzenriedstraße nicht zu den Schokoladenseiten dieser Stadt – was auch mit dem Clubheim der Reutlinger Hells Angels und dessen Ausstrahlung zu tun hatte. Mittlerweile sind die Rocker ausgezogen, und ein Investor beabsichtigt, im Innenbereich des Quartiers zwischen Alb-, Holz- und St.-Leonhard-Straße diverse zwei- bis dreigeschossige Mehrfamilienhäuser mit insgesamt voraussichtlich 35 Wohneinheiten zu bauen.

Einmütig hat Reutlingens Gemeinderat am Donnerstag beschlossen, für ein 7 150 Quadratmeter großes Areal in besagtem Quartier den Bebauungsplan »Albstraße – Neue Wendlerei« aufzustellen. Er umfasst im Wesentlichen die Gebäude Albstraße 35 (»Atlantik«) und 37 (vormals Hells Angels) sowie Holzstraße 10/2 und 10/3; einige angrenzende Häuser wurden nach Angaben vom Stefan Dvorak, dem Leiter des Amts für Stadtentwicklung und Vermessung, einbezogen, um unter anderem die Erschließung der neuen Wohnanlage sicherzustellen. Derzeit sei der Innenbereich des Quartiers nur über private Zufahrtsstraßen zu erreichen, so Dvorak.

Große Chance

Die Albstraße werde durch die Neubebauung aufgewertet, versicherte der Amtsleiter dem Gremium. Die zur Disposition stehenden Gebäude seien weitgehend leer und »zum Teil in einem desolaten baulichen Zustand«. Die Entwicklung des Quartiers durch das Unternehmen »Exklusiv Wohnbau« und somit »aus einem Guss« eröffne eine große Chance, das Gebiet insgesamt zu stabilisieren. Ein zentraler, begrünter Platz mit Spielmöglichkeiten solle »identitätsstiftend« wirken.

Der Abriss der Gebäude Albstaße 35 und 37 ermögliche eine Verbreiterung des bestehenden Zugangs zum Innenbereich – hier sei »eine Torsituation als Auftakt in das Gebiet« vorgesehen. Sofern die Flächen in Privateigentum blieben, so Dvorak, werde die »öffentliche Zugänglichkeit« samt Geh-, Fahr-, und Leitungsrechten vertraglich entsprechend gesichert.

Ähnlich wie im Seidenviertel ist vorgesehen, den »ruhenden Verkehr« in Tiefgaragen unterzubringen. Der Investor habe auch Bereitschaft signalisiert, mehr als die 35 geplanten Stellplätze zu bauen, falls Anlieger weiteres Interesse bekunden würden. Und bereit seien, so Dvorak, dafür dann eben auch entsprechend zu bezahlen.

»Wir brauchen jede Wohnung in Reutlingen«, freute sich Susanne Müller von den Grünen und Unabhängigen über das Neubauvorhaben. Sie bat die Verwaltung aber auch, mit dem Investor noch einmal zu verhandeln, ob er nicht auch »eine oder zwei Sozialwohnungen an dieser Stelle« anbieten wolle. Von einer »Entwicklung mit Augenmaß« sprach SPD-Rat Ramazan Selcuk, Rainer Löffler von der CDU nannte das Bebauungsplanvorhaben »in vielerlei Hinsicht sehr erfreulich«.

http://www.gea.de/region+reutlingen/reutlingen/aufwertung++aus+einem+guss.3899199.htm

Reutlingen keine Rotlicht-Hochburg

REUTLINGEN. »Im Erospark und in der Erosarena in Sindelfingen und Reutlingen erwarten Sie derzeit über 90 attraktive und internationale Modelle – neben scharfen Schwabenladies finden Sie im Erospark Girls verschiedenster Nationalitäten.« Damit wirbt eines der beiden Reutlinger »Laufhäuser« um Kundschaft im Internet und spricht dabei sogar von einer »Philosophie«.

Laut Kriminaloberrat Dietmar Langrock ist es heute völlig normal, dass sich Kunden erst im Internet informieren und dann in die Häuser gehen. Zudem weist er als auch für Reutlingen zuständiger Polizeibeamter in Esslingen darauf hin, dass diese »gewerbliche Zimmervermietung« einer von insgesamt fünf »bordellähnlichen Betrieben« in der Achalmstadt sei. Neben diesem Haus direkt an der B 28 nach Tübingen gibt es ein weiteres »Laufhaus« gegenüber vom Jobcenter, direkt daneben das »Haus 33-A« sowie insgesamt fünf angemietete Termin- und Modelwohnungen, in denen ebenfalls der Prostitution nachgegangen wird.

Die Polizei weiß all das so genau, weil sie laut Langrock »sehr aufmerksam Anzeigen in Zeitungen liest und auch Internetrecherche betreibt«, sagt der Kriminaloberrat im Gespräch. »Wie kommen die Frauen an Kundschaft – natürlich, sie müssen Werbung machen und das verfolgen wir sehr aufmerksam«, betont Dietmar Langrock.

Hinzu kommen immer wieder unangekündigte, »anlasslose Kontrollen« der Häuser und auch der Prostituierten durch die Polizei. Dadurch wissen die Beamten recht genau, wie viele »Sexarbeiterinnen« in Reutlingen tätig sind. »Wir gehen von einer Zahl von 70 bis 80 Frauen aus, die täglich dort der Prostitution nachgehen.«

Diese Zahlen seien sehr fundiert – und entsprechen überhaupt nicht denen, die im »Focus« im November 2013 veröffentlicht wurden: Dort wurden 220 aktive Prostituierte in Reutlingen angeführt – und damit befinde sich die Achalmstadt im Bereich der »Rotlicht-Hochburgen Deutschlands«, titelte die Wochenzeitschrift. »Ich weiß nicht, wo die die Zahlen herhaben – bei uns haben sie nicht nachgefragt«, sagt Langrock. Auch ansonsten sei Reutlingen kein besonders heißes Pflaster, was Prostitution angehe.

Nach der Umstrukturierung der Polizei ist das Polizeipräsidium Reutlingen für drei Landkreise (Reutlingen, Tübingen und Esslingen) zuständig – die Abteilung organisierte Kriminalität und »Sonderfälle« (wie etwa die Prostitution) hat ihren Sitz allerdings in Esslingen. Deshalb auch das Treffen mit Dietmar Langrock in der Neckarstadt.

Auf die Bordellbetreiber in Reutlingen angesprochen, sagt er: »Da kann ich aus polizeitaktischen Ermittlungsgründen weder bestätigen noch verneinen, dass die Hells Angels in Reutlingen maßgelblich das Rotlichtmilieu beherrschen«, so der Kriminaloberrat. Heißt im Klartext: Mitglieder der Rocker-Clique haben ihre Finger drin, stellen zahlreiche »Wirtschafter«, sind aber nicht die alleinigen Herrscher der Szene an der Achalm.

Laut Handelsregister war der Rocker-Chef Ingo Dura offiziell bis 2007 Gesellschafter der Erosarena in der Albstraße. Das Haus gegenüber vom Jobcenter hat im Übrigen fünf Rumäninnen im Angebot, zwei Bulgarinnen, je eine Frau aus Ungarn, »Slovakien« und der Türkei.

Mit der Mehrheit der Frauen aus Rumänien und Bulgarien wird ein Thema verdeutlicht, das in den vergangenen Jahren zu drastischen Änderungen im deutschen Rotlichtmilieu geführt hat: Die Betreiber müssen durch die EU-Erweiterung in Richtung Balkan gar nicht mehr aktiv nach Prostituierten suchen – »es kommen ja mehr als genug Frauen vor allem aus Rumänien und Bulgarien, die hier als Sexarbeiterinnen Geld verdienen wollen«, sagt Langrock. »So schrecklich sich das anhören mag – aber der Markt wird bestimmt von Angebot und Nachfrage.« Im Endeffekt bedeutet das, dass die Preise im Milieu gefallen sind.

Ein Prostitutions-Schwerpunkt sei Reutlingen aber nicht, so Langrock. Es gebe keinen Straßenstrich und auch keine Auswüchse wie etwa den FKK-Saunaclub Paradise in Echterdingen. »Solche Einrichtungen sind nach dem Prostitutionsgesetz von 2002 wie Pilze aus dem Boden geschossen.«

Dort werde Wellness mit käuflichem Sex verknüpft – was allerdings auch seinen Preis habe: Rund 160 Euro für das Zimmer müssten sich Kunde und Prostituierte teilen. Der Preis für den Geschlechtsverkehr werde extra verhandelt. In Reutlingen sei es laut Langrock »Normalität, dass die Polizei in den Häusern vorbeikommt«.

Die Betreiber würden sich kooperativ zeigen, Passkontrollen der Damen seien die Regel – was natürlich auch dem Jugendschutz diene. Und mit gefälschten Pässen arbeiten wäre nicht möglich, betont Langrock. Vor Kurzem erst seien zwei Frauen aus Afrika bei Kontrollen aufgefallen, die keine Arbeitsgenehmigung hatten. Für die Damen bedeutete dies das Aus in dem »Etablissement« – wohingegen Frauen mit europäischem Pass keine solche Genehmigung brauchen.

Und Menschenhandel? Gibt es den in Reutlingen? »Wir hatten in den vergangenen sieben Jahren genau vier Fälle«, betont Dietmar Langrock. Der Polizeibeamte führt ein Beispiel an: 2009 hatte ein Rumäne eine junge Frau unter dem Vorwand nach Deutschland geholt, er gebe ihr eine Stelle als Haushälterin. Dann habe er sie an einen anderen Rumänen in Grafenberg verkauft, der die Frau zur Prostitution zwang.

Natürlich könne Langrock nichts über die Dunkelziffer in diesem Bereich sagen – deshalb heißt der Begriff ja auch so. Aber: »Es gibt in Reutlingen keine Anzeichen für Menschenhandel – sonst müssten wir dem ja nachgehen.«

http://www.gea.de/region+reutlingen/reutlingen/reutlingen+keine+rotlicht+hochburg.3883596.htm

Tattoo Convention Reutlingen

Tausende Besucher bei der neunten internationalen Tattoo Convention in Reutlingen

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