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Weitere Festnahmen im Polizeiskandal auf Mallorca

Auf Mallorca ist am Donnerstag (15.1.) der Leiter der “Patrulla Verde” verhaftet worden: Die Spezialabteilung der Ortspolizei ist unter anderem für die Einhaltung der städtischen Verordnungen sowie für Straßenhändler zuständig. Die Festnahme erfolgte im Rahmen von Ermittlungen, die Guardia Civil und Policia Nacional wegen Korruptionsvorwürfen innerhalb der Ortspolizei durchführen.

Bereits am Montag (12.1.) waren acht Polizisten verhaftet worden, am Mittwoch mussten sie vor der zuständigen Ermittlungsrichterin aussagen. Diese verhängte gegen drei der Beamte eine vorläufige Haftstrafe und legte die Kautionszahlungen auf 20.000 bis 30.000 Euro fest. Die anderen fünf Polizisten wurden vorläufig aus der Haft entlassen. Zuvor hatten auch der Chef der Ortspolizei Palma sowie der für Sicherheitsfragen zuständige Stadtrat als Beschuldigte vor dem Untersuchungsrichter aussagen müssen.

Die Mehrzahl der Beschuldigten hat zudem ein Platzverweis für die Playa de Palma und den Paseo Marítimo in Palma – in eben jenen Vergnügungsvierteln sollen die Polizisten in Schutzgeldzahlungen, Erpressungen und Bestechung verwickelt gewesen sein.

Einer der am Montag Festgenommenen, der Ortspolizist Carlos V., war bereits bei der groß angelegten Razzia im Zuge der “Operación Casablanca” gegen die Hells Angels im Juli 2013 verhaftet worden. Seine Kaution hatten damals offenbar die anderen Mitglieder der Polizei-Clique bezahlt, die in einschlägigen Etablissements an der Playa de Palma bei Gesetzesverstößen ein Auge zudrückten und im Gegenzug diverse Gefälligkeiten erhielten.

Auch der deutsche Rockerboss Frank Hanebuth war damals auf Mallorca verhafetet worden, er sitzt in einem Gefägnis auf dem spanischen Festland nach wie vor in Untersuchungshaft. Die Operation Casablanca hatte die Emittler der Nationalpolizei und der Guardia Civil auch auf die Spur manipulierter Beförderungsverfahren innerhalb der Ortspolizei Palma gebracht.

Palmas Bürgermeister Mateo Isern entband Presseberichten zufolge am Donnerstag sechs der beschuldigten Beamten von ihren Aufgaben. Zudem will er die Sondereinheit GAP, in der die Polizisten bisher tätig waren, gänzlich neu aufstellen.

http://www.mallorcazeitung.es/lokales/2015/01/15/polizeiskandal-playa-verbindungen-hells-angels/34535.html

Hells-Angels Motorräder wurden versteigert

Schlechte Nachrichten für die 2013 auf Mallorca verhafteten Hells Angels: Der Nationale Gerichtshof hat jetzt ihre Motorräder versteigert. Bei der Auktion wurde für die auf 50.152 Euro geschätzten Maschinen ein Betrag von 28.600 Euro erlöst.

Bei den Motorrädern handelt es sich um eine Yamaha Royal Star, eine MV Augusta sowie fünf Modelle der Marke Harley Davidson, darunter auch eine FLHRC Road King, die allein für sich genommen schon mit 16.930 Euro bewertet war. Eine weitere Maschine im Wert von 12.480 Euro konnte laut der Nachrichtenagentur EFE nicht versteigert werden, da im letzten Moment Widerspruch eingelegt wurde.

Richter Eloy Velasco hatte im November die Versteigerung der Motorräder angeordnet, um zivilrechtliche Ansprüche gegen die Hells Angels abzusichern. Sie werden zahlreicher Straftaten wie Menschenhandel, Erpressung, Drogenschmuggel, Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung beschuldigt und müssen sich 2015 in einem Mega-Prozess in Madrid verantworten.

Bei der Operation Casablanca im Juli 2014 waren auf Mallorca rund 25 Personen aus der Rocker-Szene und deren Umfeld verhaftet worden, darunter auch der früher als Deutschland-Chef der Hells Angels geltende Frank Hanebuth. Er und sein mutmaßlicher Komplize Khalil Youssafi sitzen auf dem spanischen Festland weiterhin in Haft und werden von der Staatsanwaltschaft als Rädelsführer einer mutmaßlichen deutschen Rocker-Mafia auf Mallorca betrachtet.

Alle anderen Verdächtigen kamen in den vergangenen Monaten gegen Auflagen auf freien Fuß und dürfen das Land nicht verlassen. Zuletzt wurde im November die Entlassung des früheren Frankfurter Zuhälters Paul E. alias “Thrombose-Paul” bekannt. Da er schwer krank ist, muss er nicht bis zum Prozessbeginn in Haft bleiben.

http://mallorcamagazin.com/aktuelles/nachrichten/2014/12/22/41253/hells-angels-motorrader-versteigert-mallorca.html

Motorräder der Hells Angels Mallorca sollen versteigert werden

Sieben Motorräder der Hells Angels, die bei einer Großrazzia auf Mallorca im Juli 2013 sichergestellt worden waren, sollen in Kürze versteigert werden. Das hat der zuständige Ermittlungsrichter des spanischen Gerichtshofs in Madrid, Eloy Velasco, beschlossen. Bereits im Sommer waren mehrere bei der Operation “Casablanca” sichergestellte Fahrzeuge der Polizei zur Nutzung überlassen worden.

Bei den Maschinen, die jetzt versteigert werden sollen, handelt es sich nach Informationen der MZ-Schwesterzeitung “Diario de Mallorca” um fünf Harley Davidson, eine Yamaha Royal Star und eine MV Agusta. Der Wert der einzelnen Modelle schwankt laut einer Schätzung zwischen 1.200 und 16.930 Euro. Die Motorräder hätten Mitglieder der Rockerbande gefahren, seien aber zum Teil auf den Namen von anderen Personen eingetragen gewesen, heißt es. Drei Maschinen waren demnach nicht bei der Verkehrsbehörde registriert.

Die Versteigerung soll Mitte Dezember zeitgleich in Madrid und in Palma de Mallorca stattfinden. Der Erlös soll für mögliche Strafzahlungen und Kosten verwendet werden, die im Prozess festgesetzt werden.

Von den mehr als 20 gefassten Verdächtigen saßen zuletzt noch drei Männer in Untersuchungshaft, darunter Rockerboss Frank Hanebuth, der vor mehr als einem Jahr vom Gefängnis in Palma nach Cádiz verlegt worden war. Die restlichen Verdächtigen kamen in den vergangenen Monaten zum Teil auf Kaution und unter Auflagen frei.

In Kürze soll der Abschlussbericht der Ermittlungsrichter veröffentlicht werden, heißt es. Daraus wird, so hoffen unter anderem die Anwälte der Festgenommenen, endlich hervorgehen, welche Vorwürfe genau gegen die Hells Angels erhoben werden.

http://www.mallorcazeitung.es/lokales/2014/11/20/motorrader-hells-angels-versteigert/33755.html

Rocker starten EU-Petition für Frank Hanebuth

Berlin – Seit elf Monaten sitzt Deutschlands „Hells Angels“-Boss Frank Hanebuth (49, „der Lange“) im spanischen Knast.

Die Behörden werfen ihm Bildung einer kriminellen Vereinigung, Förderung illegaler Prostitution, Drogenhandel und Geldwäsche vor.

Jetzt fordern seine deutschen Anhänger in einer Online-Petition an die Europäische Union seine sofortige Freilassung.

3951 Rocker (Stand Dienstag 16 Uhr) haben – zur Freude der deutschen Ermittlungsbehörden – bereits mit ihrem echten Namen unterschrieben.

BILD fasst die Petition unter dem Namen „Frank Hanebuth – Fakten Oder Sofortige Freilassung“ zusammen.

Die Forderung

„Nach nun mehr als 326 Tagen Untersuchungshaft verlangen wir, dass strafrechtlich relevante Fakten, die gegen Frank Hanebuth vorzubringen sind und die diese maßlose Untersuchungshaft begründen, klar benannt werden. Ansonsten ist Frank Hanebuth bis zu einer Verhandlung auf freien Fuß zu setzen!“, schreibt der Anmelder Michael Schwarz.

Die Begründung

► „Frank Hanebuth sitzt auf Grund von Vorgaben und inszenierten Anschuldigungen unter anderem von deutschen Behörden und der Justiz ohne dringenden Tatverdacht in spanischer Untersuchungshaft.“

► „Dass sich die spanische Justiz von deutschen Behauptungen blenden lassen hat, liegt auf der Hand. Sollte die spanische Justiz weiter an der Untersuchungshaft festhalten, ist sie der Handlanger der deutschen Behörden.“

► „Mittels Hetzkampagnen und subventionierten ‘KRONZEUGEN’, die man sich zurecht gemacht hat, wollte man Frank Hanebuth schon vieles unterstellen, und immer stellte sich heraus, dass die schwerkriminellen Zeugen am MÜNCHHAUSEN SYNDROM erkrankt waren.“

Die spanischen Gesetze erlauben es, einen Beschuldigten zwei Jahre, bei Bedarf sogar länger, in Untersuchungshaft zu lassen.

► „Es entsteht der Eindruck, dass sich die deutsche Justiz der spanischen Behörden bedient hat, um einen unbequemen, nicht ganz in die bürgerliche Norm passenden Menschen auszuschalten. Frank Hanebuth wird so Unrecht getan.“

Die Debatte

Die Rocker diskutieren auf der Seite. Die letzten Postings:

► „Bei jedem anderen Deutschen wäre unsere Politik bereits lange tätig geworden, zumal bisher noch nicht mal klar formuliert wurde, warum genau er festgehalten wird.“

► „Klar bleibt der erstmal im Bau, der hat nachweislich Dreck am Stecken. Und bis das bewiesen ist sitzt er ein wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr.“

► „Wenn etwas gegen Frank vorliegt, dann bitte verurteilen… wenn nich freilassen..!!! Hier müssen belegte Fakten her !!! Wenn keine das sind, warum Festhalten. Ich denke mal das endet so ähnlich wie bei Wulf !!!“

► „Weil es keine Beweise gibt und er nicht weiter qequält werden muss, er wurde in jeglichen Sachen freigesprochen schon komisch das er dann immer noch sitzt. Ich fordere Freiheit, allein schon das er wieder zu seiner Familie kann, die ihn sehr vermissen.“

► „Niemand kann sich nur annähernd vorstellen wie seine Familie und seine Lebensgefährtin leiden und gehetzt werden. Man denke an seinen Sohn. Er geht zur Schule und Kinder können grausam sein. Egal wo seine Familie erscheint wird mit dem Finger auf sie gezeigt. Und das alles ohne Beweise. Ganz toll großes Lob an die spanische Justiz.“

BILD fragte bei der Deutschland-Vertretung der Europäisches Parlament nach.

Jens Pottharst, Sprecher des Europäischen Parlaments in Berlin: „Es gibt genaue Regeln, wie man eine Petition an das Europäische Parlament senden kann.“

Der Experte erklärt: „Diese Eingebung auf der Webseite hat keinerlei rechtliche Relevanz und ist völlig folgenlos.“

http://www.bild.de/news/inland/hells-angels/online-petition-fuer-hanebuth-36518688.bild.html

Ex-Hooligan jetzt Crystal Meth Dealer

Berlin – Fußball-Hooligan, Hells Angel, Drogen-Baron. Christopher R. (39) ist wieder im Knast. SEK-Beamte überwältigten den Schwerkriminellen in einer U-Bahn. 1998 hatte R. zum ersten Mal seine hässliche Gewaltfratze gezeigt und mit Komplizen den französischen Gendarmen Daniel Nivel ins Koma getreten. Zu dreieinhalb Jahren Haft wurde er damals verurteilt.

Nun Crystal Meth. Ausgerechnet auf die Herstellung dieser Todesdroge hat sich die Bande um Ex-Hool Christopher R. aus Erkner spezialisiert. Vier Kilo Amphetaminbase, 105 Kilo Apaan und 180 Gramm Koks fanden die Fahnder bei ihrer Razzia am Dienstag in Berlin und Kleinmachnow (Brandenburg). Hotelzimmer und Wohnungen wurden durchsucht. Es gab insgesamt vier Festnahmen.

Christopher R., der zwischen seinem Wohnsitz Mallorca und Berlin pendelte, hatte mit seinen Komplizen ein gut organisiertes Beschaffungs- und Vertriebsnetz aufgebaut. Die Zutaten für ihre Drogenküche beschafften sie sich den Ermittlungen zufolge in den Niederlanden und Tschechien. Aus dem osteuropäischen Land stammt der größte Teil des in Deutschland erhältlichen Crystal Meth. Die Fahnder der gemeinsamen Ermittlungsgruppe von Zoll und dem Berliner LKA waren Christopher R.’s Bande anderthalb Jahre auf den Fersen.

Zuletzt ließ Christopher R. 2010 als gewalttätiger „Hells Angel“ auf Mallorca von sich hören. Polizisten schnappten ihn damals nahe El Arenal. Er hatte eine Machete, einen Schlagring und eine Pistole dabei, war auf einem Rachefeldzug gegen die verfeindeten Rocker vom „MC Gremium“.

Die „Hells Angels“ sollen ihn zwischenzeitlich wegen eines gierigen Griffs in die Clubkasse gefeuert haben.

http://www.berliner-kurier.de/polizei-justiz/crystal-meth-dealer-ex-hooligan-jetzt-ein-drogen-baron,7169126,27561504.html