Hells Angels schließen Abkommen mit Streetgang United Tribuns

Die nachfolgende Information dürfte wie eine Bombe bei Medien und Kripobehörden einschlagen. Der weltweit agierende Hells Angels MC und die vor allem in Süddeutschland herrschende Streetgang United Tribuns haben ein Geheimabkommen geschlossen, das zu Beginn dieses Jahres in Kraft trat. Mehrere zuverlässige Quellen innerhalb der deutschen und schweizerischen Rockerszene haben diese Information gegenüber einem Insider der Redaktion bereits bestätigt. Ein neuer Frontverlauf entsteht. Doch die genauen Folgen dieser Machtkonstellation für die Öffentlichkeit sind noch nicht absehbar.

Bereits vor drei Jahren war zwischen den Hells Angels und den United Tribuns eine Kooperation angestrebt worden, die allerdings aus verschiedenen Gründen nicht eingehalten worden ist. Stattdessen kam es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen beiden Organisationen. Ein Kontakt zwischen den verfeindeten Gruppen galt als Todsünde, der strengstens bestraft wurde.

Erbitterte Machtkämpfe in Pforzheim

Im Mai 2011 ist ein 31-jähriger Höllenengel auf einem Parkplatz beim Hauptgüterbahnhof Pforzheims durch einen Messerstich eines United Tribuns-Anhänger im Bauchbereich schwer verletzt worden. Zusätzlich erlitt ein Streetgang-Mitglied durch eine Machetenattacke im Kopfbereich schwere Verletzungen. Zu einer weiteren Attacke in Pforzheim kam es, nachdem die Hells Angels eine Diskothek der United Tribuns angriffen haben sollen, bei der mehrere Personen verletzt wurden.

Bereits am 26. November 2010 erlebte dieselbe Stadt in Baden-Württemberg eine Massenschlägerei zwischen beiden Gruppierungen. Drei Personen wurden verletzt, ein Mensch schwebte in Lebensgefahr und weitere 27 Tatverdächtige wurden festgenommen. Es hieß, die Höllenengel hätten ihre Rivalen zuerst angegriffen, unter anderem unter Einsatz von scharfen Schusswaffen.

Einige Wochen später, im Dezember 2010, schlug der Staat mit aller Härte zurück. Rund 400 Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) Baden-Württemberg waren mit zusätzlicher Unterstützung der Schutzpolizei bei mehreren Razzien im Einsatz. Einige polizeiliche Maßnahmen scheiterten allerdings, nachdem interne Informationen an die Höllenengel durchsickerten. Mindestens ein halbes Dutzend Polizisten ist suspendiert worden, denen persönliche Verbindungen zu den Hells Angels nachgesagt wurden. Am 2. Februar 2011 fand erneut mit insgesamt 500 eingesetzten Beamten eine Großrazzia in Süddeutschland statt, die nun gegen die Streetgang United Tribuns gerichtet war.

Hells Angels und United Tribuns formieren Bündnis

Heute, rund drei Jahre später, ist die einstige Rivalität fast vergessen. Zum Ende vergangenen Jahres kam es zwischen führenden Mitgliedern der Hells Angels und der United Tribuns zu einem Treffen, der die Freundschaft unter dem Motto „Angels Forever, Forever Angels (AFFA)“ auf Dauer besiegeln soll. Innerhalb beider Gruppierungen ist das neue Bündnis gelobt worden.

Aus der Rockerszene selbst ist gegenüber dem Insider von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ diese stillschweigende Kooperation bereits bestätigt worden. Der Redaktion vorliegende Gesprächsprotokolle belegen den Wahrheitsgehalt der Mitteilung. Dennoch blieb die offizielle Presseanfrage an die Hells Angels unbeantwortet. Noch beim Rockerfrieden mit den Bandidos vom 25. Mai 2010 wurde die Öffentlichkeit aktiv eingebunden. Nun ändert der HA-Rockerklub seine Strategie und setzt auf eine verstärkte Verschwiegenheit. Ebenso ignorierten einzelne angefragte United Tribuns-Anhänger das Auskunftsersuchen der Redaktion.

Neue Front gegen Black Jackets, Satudarah und Bandidos

Hintergrund dieser Entscheidung dürfte mit zwei Aspekten in Verbindung stehen. Einerseits führte die Rivalität zwischen den Hells Angels und den United Tribuns zu einer starken öffentlichen Aufmerksamkeit und damit verbunden zu erheblichen staatlichen Gegenmaßnahmen, so der Insider. Polizei und Justiz schränkten mit ihrer Null-Toleranz-Politik die Alltagsgeschäfte der Rocker erheblich ein. Die einstigen blutigen Auseinandersetzungen in Pforzheim sollten sich nicht mehr wiederholen. Andererseits stehen die United Tribuns mit den Black Jackets; die Hells Angels mit den Satudarah und Bandidos in erbitterter Feindschaft.

Durch das neue Bündnis werden Black Jackets, Satudarah und Bandidos nun stärker als bisher unter Druck gesetzt. Ein Rocker aus Hessen erklärte gegenüber dem Insider, dass es sich um eine „Kooperation der Vernunft“ handele. Es ist das erste Mal in der deutschen Rockergeschichte, dass ein globaler Rockerklub mit intensiven Verbindungen nach Südafrika mit einer national agierenden Streetgang ein Bündnis geschlossen hat. Nachahmeffekte sind nicht ausgeschlossen. Denn Bandidos und Co. geraten nun im Handlungszwang.

https://2010sdafrika.wordpress.com/2014/01/13/neues-rockerbundnis-in-deutschland/