Haben sich die Hells Angels umbenannt ?

Was ist los beim Saar-Charter der „Hells Angels“?

Am Clubheim „Angels Place“ in der Fenner Straße wurden von Freitag auf Samstag die Logos mit Folie überklebt. Der geflügelte Totenkopf ist nicht mehr zu sehen, außerdem fehlen Teile des „Hells Angels“-Schriftzugs. Dort steht nur noch „Hell Angel“.

Die Website der 1999 gegründeten Saar-Biker ist abgeschaltet, dort steht nur noch „Liberty is dead“, zu Deutsch: „Die Freiheit ist tot“.

Waren es die Höllenengel selbst? Eventuell, um einem Verbot zuvorzukommen? Oder handelt es sich um eine Polizeiaktion?

Bei der Polizei heißt es „kein Kommentar“, ein Sprecher verweist auf die Pressestelle der Staatsanwaltschaft. Dort ist am Wochenende niemand zu erreichen.

http://www.bild.de/regional/saarland/hells-angels/haben-sich-die-hells-angels-umbenannt-37755098.bild.html

Hells Angels Member verprügelt Taxifahrer

Ein Taxifahrer soll über Biker Marc S. erzählt haben, dass er Drogen verkaufe. Der Hells Angel lässt sich das nicht gefallen. Er verprügelt den Taxifahrer brutal. Der wiederum schiesst auf den Biker. Beide standen diese Woche vor Gericht.

Es zischt. Hells Angel Marc S. sprüht sich Atemspray in den Mund. Drei Stösse. Schon verschwindet der Spray wieder in der Lederweste. Er sitzt da, die tätowierten Arme verschränkt. Hundefreund und Wandervogel sei er. Sympathischer Typ, eigentlich. Angeklagt der versuchten schweren Körperverletzung und versuchten Erpressung.

Verletzt und erpresst hat er einen 47-jährigen ehemaligen Taxifahrer. Vorbestraft wegen einer Indoor-Hanfanlage. Zweimal schläft ihm während der Verhandlung die Hand ein. Er campt und schwimmt gern, war hin und wieder im Klublokal der Hells Angels in Olten, verkaufte dort selbst gemachte Totenköpfe.

Nach der Auseinandersetzung mit Marc S. ist das vorbei. Die Hells Angels wollen seine Totenköpfe nicht mehr. Er verkauft nun selbst gemachte Engelchen aus Styropor am Weihnachtsmarkt. Der gelernte Maurer hat noch heute eine Heidenangst vor den Hells Angels. Angeklagt ist er der versuchten vorsätzlichen Tötung von Marc S.

Zur Gerichtsverhandlung führte ein Dienstagabend im Mai 2010: Eine Barmaid erzählt dem damaligen Barbetreiber Marc S., dass ein Taxifahrer rumerzähle, dass er mit Drogen handle. Marc S. wird wütend. Schliesslich sei er stets wie ein Satan darauf gewesen, dass seine Beiz nichts zu tun habe mit solchen Dingen, sagt er vor Gericht. Drogen würden nicht toleriert in seiner Beiz. Er selber trinke nur Bier.

Sechs bis sieben Stangen hat er an diesem Abend bereits getrunken. Er treibt die Handynummer des Taxifahrers auf, spricht ihm aufs Band: «Hör zu, es gibt da ein Problem. Wir müssen es zusammen anschauen, es ist dringend.» Der Taxifahrer sitzt vor dem Fernseher – das Handy ist abgeschaltet.

Als er sich nicht meldet, fährt Marc S. in Begleitung eines Hells Angel zu ihm nach Rupperswil. Der Taxifahrer bestreitet, Drogengeschichten über Marc S. erzählt zu haben. Es dauert ein paar Sekunden, schon fliegen die Fäuste.

Marc S. sagt, es seien Ohrfeigen gewesen mit der flachen Hand, nicht einmal Ringe habe er getragen. Der Taxifahrer sagt, Marc S. habe ihn verprügelt und fast zu Tode gewürgt. «Ich hatte Angst um mein Leben», sagt der Taxifahrer. Irgendwann greift er nach dem geladenen Trommelrevolver, der unter dem Sofa liegt – und drückt ab.

Das Projektil trifft Marc S. an der rechten Hand oberhalb des Mittelfingers. Es blutet zuerst kaum. Die Hells Angels verlassen das Haus kurz darauf. Zuvor soll Marc S. den Taxifahrer aber noch mit dem Tod bedroht haben, sollte er ihm bis zum nächsten Tag nicht 5000 Franken bezahlen.

Der Taxifahrer stellt sich nach dem Vorfall der Polizei. Er hat Angst Aussagen zu machen, fürchtet sich vor einem Vergeltungsschlag der Hells Angels. Die Angst sei geblieben, deshalb wolle er nach Thailand auswandern, sagt er vor Gericht.

Die beiden Angeklagten schauen sich während der Verhandlung nie an. Zwischendurch zischt es. Drei Stösse. Der Atemspray verschwindet in der Lederweste. Der Taxifahrer knetet währenddessen die eingeschlafene Hand.

Der Schuss

Klar ist: Marc S. hat dem Taxifahrer mehrmals eine Metallstange, die zu einem Boxgerät gehörte, über den Schädel gezogen. Der Taxifahrer trägt eine Gehirnerschütterung, einen geprellten Schädel, ein gebrochenes Nasenbein davon. Er blutet aus dem Ohr.

Unklar ist: Wann fiel der Schuss? Bevor Marc S. den Taxifahrer mit der Metallstange verdrosch oder nachher? Das ist wichtig, weil beide Notwehr geltend machen. Marc S. sagt: «Ich lasse nicht zweimal auf mich schiessen.» Um den Taxifahrer kampfunfähig zu machen, habe er ihm darum nach dem Schuss die Metallstange über den Schädel gezogen.

Der Taxifahrer hingegen sagt, er habe schon den Tod vor Augen gehabt. Marc S. habe ohne Unterbruch auf ihn eingeprügelt, er sei gar bewusstlos geworden. Er habe geschossen, um sein Leben zu retten.

Am Tatort war noch eine dritte Person, ein zweiter Hells Angel. Er erscheint vor Gericht als Zeuge. Umarmt Marc S. zur Begrüssung . Er trägt Glatze mit Bart, eine Hells-Angels-Weste mit Trekkingschuhen. Marc S. sei ein Bruder für ihn, wie jeder andere Hells Angel auch. Der Biker stand während der Prügelei an der Tür.

Als Gerichtspräsident Daniel Aeschbach ihn befragt, sagt er, dass Marc S. ein paar Ohrfeigen ausgeteilt habe. «Aber das ist nichts Grosses.» Überhaupt müsse man sich doch nicht wegen jedes Seichs mit dem Richter zum Kaffee treffen. Gewalt lehne er aber grundsätzlich ab. «Ich hasse Gewalt. Ich habe genug Gewalt erlebt in meinen Leben.»

In der Verhandlungspause klagt der Taxifahrer seiner Verteidigerin, dass ihm der kleine Finger sonst eigentlich nie einschlafe. Währenddessen rauchen die Rocker. Zwei Parisienne nacheinander. Danach drei Stösse. Der Atemspray verschwindet wieder in der Lederjacke.

Der Oberstaatsanwalt fordert für Marc S. eine bedingte Freiheitsstrafe von 18 Monaten. Für den Taxifahrer soll es eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 2½ Jahren sein. Er begründet, dass Marc S. keine Notwehr geltend machen könne, schliesslich sei er der Aggressor gewesen.

Der Taxifahrer wiederum habe mit dem Schuss den Tod von Marc S. in Kauf genommen. Der Verteidiger des Bikers versuchte, die Glaubwürdigkeit des Taxifahrers zu demolieren. Seine Aussagen seien widersprüchlich. Der Anwalt sagt auch, dass Marc S. seit dem Vorfall eine psychische Beeinträchtigung habe – auch wenn er dies als langjähriges Mitglied der Hells Angels nicht an die grosse Glocke hänge. Er forderte einen Freispruch.

Freigesprochen wird allerdings nur der Taxifahrer. Der Schuss sei eine angemessene Notwehr gewesen, sagen die Richter.

Biker Marc S. hingegen wird zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten, einer bedingten Geldstrafe von 10 500 Franken und einer unbedingten Busse von 2000 Franken verurteilt. Er muss dem Taxifahrer ausserdem eine Genugtuung von 2000 Franken bezahlen. Das Gericht verurteilt ihn wegen versuchter schwerer Körperverletzung und Erpressung.

Die Richter gehen also auch davon aus, dass Marc S. den Taxifahrer mit dem Tod bedrohte, sollte er die 5000 Franken nicht abliefern. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Biker kann übrigens trotz drei Operationen seinen Mittelfinger wegen der Schussverletzung nicht mehr richtig strecken. Mit der rechten Hand könnte der Hells Angel also niemandem mehr den Stinkefinger zeigen.

http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/lenzburg/angeklagter-hells-angel-ich-lasse-nicht-zweimal-auf-mich-schiessen-128364602

Rocker Problem in Güntersen erreicht Landtag

Der fortgesetzte Widerstand der Günterser gegen die Aktivitäten von Hells Angels und Neonazis im Ort zeigt erste Wirkungen. Nach vier bundesweiten Treffen des Rockerclubs im Ort und der Ankündigung eines Neonazi-Aufmarsches hatte der Ortsrat einen Brandbrief mit der Bitte um Hilfe an Landes- und Bundestagsabgeordnete aus der Region geschickt.

Als Antwort gab es nicht nur prominente Solidaritätsbekundgebungen – das Thema steht außerdem am Freitag, 26. September, auf der Tagesordnung des niedersächsischen Landtags.

Die beiden Grünen-Abgeordneten Meta Janssen-Kucz und Helge Limburg wollen dann – mit Blick auf Güntersen – von der Landesregierung eine Antwort auf die Frage: „Verfestigen sich die Strukturen der Hells Angels in Südniedersachsen? Was tut die Landesregierung, um die Bürgerinnen und Bürger zu schützen?“

Auf die Landtagssitzung verweisen auch die Landtagsabgeordneten Gabriele Andretta (SPD) und Ronald Schminke (SPD). Innenminister Boris Pistorius (SPD) sei aus Polizeikreisen bestens informiert, so Schminke. Der Schutz der Bevölkerung habe natürlich oberste Priorität.

„Das Auftreten der Hells Angels und Neonazis ist ein direkter Angriff auf unsere demokratische Zivilgesellschaft, gegen den wir uns gemeinsam wehren müssen“, ergänzt Andretta. „Auf keinen Fall dürfen wir die Menschen in Güntersen mit ihren Sorgen allein lassen, der Kampf gegen kriminelle Rockerbanden und Neonazis geht uns alle an.“

Unhaltbare Zustände

In Adelebsen, wo die Göttinger Hells Angels ihr Hauptquartier haben, und Güntersen hätten sich unhaltbare Zustände entwickelt, sagt der Göttinger Bundestagsabgeordnete Thomas Oppermann (SPD). Er kündigte an, eine der nächsten Sitzungen des SPD-Unterbezirksvorstandes in Güntersen abzuhalten und dabei auch mit den Bürgern zu sprechen: „Damit wollen wir zeigen, dass wir an ihrer Seite stehen.“

Wenn einzelne Ortschaften oder Personen sich bedroht fühlten, sei die Solidarität aller Bürger des demokratischen Rechtsstaats gefordert, sagte der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne). Es könne nicht sein, dass ein Dorf schutzlos der organisierten Kriminalität und dem Rechtsradikalismus überlassen werde, mahnt der Göttinger Bundestagsabgeordnete Jürgen Tritten (Grüne): „Die Situation in Güntersen darf kein Mackenrode 2 werden.“

In dem ebenfalls bei Göttingen gelegenen Dorf hatte es vor 30 Jahren ein rechtsextremes Schulungszentrum gegeben. Die Landesvorsitzende Janssen-Kucz werde bei Pistorius auf eine konsequente Strafverfolgung dringen, so Trittin. Im Übrigen müsse alles dafür getan werden, dass der für Februar angemeldete Umzug zu Ehren des Nazis Horst Wessel verhindert werde.

Der Göttinger Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) schrieb an die Einwohner von Güntersen zurück: „Ich kann Ihre Ängste und Befürchtungen nachvollziehen und bin von Ihrem mutigen Einschreiten gegen die Hells Angels beeindruckt.“ Die gemeinsame Strategie von Hells Angels und Neonazis, das Dorf als Plattform zu missbrauchen, dürfe nicht aufgehen. Güntzler sicherte seine Unterstützung zu und bot ein persönliches Gespräch an.

http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/Guentersens-Not-erreicht-Landtag

Hells-Angels-Türsteher zu Haftstrafe verurteilt

Gießen – Die Tätigkeit des Türstehers »ist ja auf Konflikt angelegt«, hielt Richter Dr. Johannes Nink fest. Der Angeklagte allerdings habe ein »gewaltiges Gewaltproblem«. In zwei am Donnerstag im Landgericht verhandelten Fällen schlug der Türsteher auf Gäste einer Diskothek ein. Der 31-Jährige muss nun eine Haftstrafe antreten.

Zu vierzehn Monaten Gefängnis wegen Körperverletzung, Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verurteilte ihn die Kammer. Dem in Gießen geborenen und aufgewachsenen Mann droht allerdings eine noch längere Haft, da er in weiteren Gerichtsverfahren angeklagt ist. Unter anderem soll er im Juni vergangenen Jahres als Türsteher auf Gäste eines Bordells in Pohlheim eingeprügelt haben.

Ende Mai 2011 schlug der 31-Jährige in der Gießener Diskothek einem Polizisten von hinten aufs Ohr, der in der Lokalität privat mit einem von ihm betreuten Frauenfußball-Team hatte feiern wollen. Der Beamte stürzte durch den Hieb gegen einen Heizkörper. Im Mai 2012 warf der Türsteher einen Schüler aus der Diskothek. Als der 19-Jährige an der Kasse stehen blieb und nach seiner Verzehrkarte suchte, schlug der Angeklagte kurzerhand zu. Verurteilt wurde der in Reiskirchen lebende Mann außerdem wegen Beleidigung von zwei Polizisten bei einer Verkehrskontrolle sowie wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Im Oktober 2011 war er auf der A 5 von der Polizei angehalten worden. Obwohl die Beamten damals Pfefferspray gegen den aggressiv beleidigenden Mann einsetzten, drohte dieser unbeeindruckt, er kämpfe jetzt »wie ein Mann«. Im Auto fand die Polizei neben zwei Baseballschlägern auch die Weste der Hells Angels.

Das Amtsgericht hatte den 31-Jährigen für die Taten im November 2012 zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt. Gestern beschränkte die Verteidigung ihre Berufung auf die Anfechtung des Strafmaßes, akzeptierte somit die Anklagepunkte in der Sache. Die Kammer wertete dies als Geständnis und reduzierte das Strafmaß der ersten Instanz daher um zwei Monate. Warum, so fragte der Vorsitzende Richter den Angeklagten, habe dieser sich denn für den Beruf des Türstehers entschieden? »Wegen der Mädchen«, antwortete der 31-Jährige schmunzelnd.

http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Stadt/Uebersicht/Artikel,-Hells-Angels-Tuersteher-schlug-auf-Gaeste-ein-Haftstrafe-_arid,522659_regid,1_puid,1_pageid,113.html

Hells Angels MC Stuttgart – Pressemitteilung

Der Behördenspiegel berichtet in seiner Septemberausgabe über eine angebliche Strategie der Hells Angels, wonach in aggressiver Weise gegen Polizeibeamte vorzugehen ist. Dem Hells Angels MC Stuttgart ist eine solche Strategie nicht bekannt.

Bekannt ist das aus dem Jahr 2010 stammende polizeiliche „Strategiepapier Rockerkriminalität“ das begleitet von einer „proaktiven Medienarbeit“ zur Erzeugung „hohen Ermittlungs- und Fahndungsdrucks“ „ offensives und konsequentes Auftreten“ und „niedrigschwelliges Eingreifen“ der Polizei gegen Mitglieder von Motorradclubs vorsieht. Polizeiliche Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit sollen dabei grundsätzlich durch „besonders geschulte und fachkundige Kräfte“ wahrgenommen werden.

Der Hells Angels MC Stuttgart hat aus gegebenem Anlaß mit anwaltlichen Schreiben vom 18.09.2014 bei Europol, dem Bundeskriminalamt und dem Behördenspiegel nachgefragt und um Auskunft über das Zustandekommen der Pressemeldung gebeten.

Wir halten Sie über den Vorgang weiter unterrichtet.

http://www.81stuttgart.de