Hintergründe der Hells Angels Razzia

Hintergründe der Hells Angels Razzia
Eine illegale Pistole und 90 Schuss Munition in Saarbrücken bei der Hells Angels Razzia sichergestellt. Mit Motorrädern haben die Hells Angels MC so viel zu tun wie die Hammel mit der Schueberfouer. Sie gehören beide unwiderlegbar zusammen, sind aber letztlich nur noch Folklore. Das ist die Schlussfolgerung, die sich aufdrängt, wenn man internationalen Ermittlungsbehörden im Bereich der organisierten Kriminalität Gehör schenkt. Denn genau in diesem Bereich siedeln diese die strikt organisierte und weltweit aktive Gruppe an: Menschenhandel, Drogenhandel, Waffenhandel, Schutzgelderpessung, Geldwäsche – dazu Gewalt und wie nicht zuletzt der Rockerkrieg in Deutschland unmissverständlich zeigt, auch Mord …

http://www.wort.lu/de/lokales/die-hintergruende-der-razzia-in-buschrodt-waffenspiele-bei-den-hells-angels-57bdca2cac730ff4e7f65697

Hells Angels Rocker verliert Kuttenverbot Prozess

Hells Angels Rocker verliert Kutten Prozess
Der Präsident der Stuttgarter Hells Angels Rocker, Lutz Schelhorn, durfte nicht in den Gerichtssaal, weil er ein T-Shirt mit dem Symbol des Stuttgarter Motorradclubs trug. Der Richter untersagte ihm deshalb das Betreten des Saals. Ohne den angereisten Kläger wurde am Mittwoch in Aachen um ein zeitweises Kuttenverbot für Rocker verhandelt.

Schelhorn klagt gegen ein zurückliegendes Verbot der Stadt Aachen. Demnach durften Hells Angels Rocker von der Zeit des Weihnachtsmarkts bis Aschermittwoch in bestimmten Bereichen der Stadt ihre Lederwesten mit den jeweiligen Rockeremblemen nicht tragen.

Die Stadt hatte damit auf den sich verschärfenden Konflikt zwischen Rockergruppen reagiert. Schelhorn versteht das Verbot als großen Eingriff in seine persönliche Freiheit und verzichtete auf einen Besuch in Aachen.

Die Verhandlung wurde bereits nach wenige Minuten unterbrochen, weil der Anwalt des Klägers einen Befangenheitsantrag gegen den Richter gestellt hatte.

Die Klägerseite habe nichts von der Auflage gewusst, dass Schelhorn kein Kleidungsstück mit dem Abzeichen seines Clubs im Gerichtssaal tragen darf, begründete der Anwalt seinen Antrag.

Das Urteil

Am Ende hatte das alles keinen Erfolg: Nach Auseinandersetzungen rivalisierender Gruppen habe eine konkrete Gefahr für die öffentliche Sicherheit bestanden, stellte das Verwaltungsgericht Aachen im Urteil fest.

Die Richter werteten das Kuttenverbot angesichts möglicher Gefahren als nur geringfügigen Eingriff in die Grundrechte.

http://www.bild.de/regional/koeln/hells-angels/hells-angel-darf-nicht-mit-kutte-ins-gericht-47473422.bild.html

Zeuge sagt im Rockerprozess gegen Kadir Padir aus

Kadir Padir Hells Angels Berlin
Samir A. galt als wichtiger Zeuge im Rocker-Prozess gegen Kadir Padir und zehn Hells Angels Gefolgsleute, kam ins Zeugenschutzprogramm, tauchte trotzdem unter. Nach sechsmonatiger Beugehaft sagte er am Dienstag aus.

Tag 122 in Berlins größtem Rockerprozess. Seit 4. November 2014 verhandelt das Landgericht gegen Hells Angels MC Berlin City Präsident Kadir Padir (32) und zehn Gefolgsleute.

Mord im Wettbüro: 10. Januar 2014, Reinickendorfer Residenzstraße. Tahir Ö. (26), Sympathisant der mit den Hells Angels verfeindeten Bandidos, spielt im Hinterzimmer Karten. Elf Vermummte kommen im Gänsemarsch herein. Acht Schüsse, sechs Treffer. Tahir Ö. verblutet. Samir A., sein bester Freund, sitzt daneben. Nach der Hinrichtung packt er aus bei der Polizei, erzählt was er weiß. Kommt ins Zeugenschutzprogramm. Taucht trotz Rundum-Überwachung unter. Weigert sich, als Zeuge im Prozess gegen die Rocker auszusagen. Meldet sich krank. Am 6. Juni 2016 wird er festgenommen, angeblich wegen Betrügereien. Aussagen will er immer noch nicht.

Die 15. Große Strafkammer des Landgerichts verhängt sechs Monate Beugehaft, um ihn zur Zeugenaussage zu zwingen. Angeblich werden ihm von den Hells Angels Tausende Euro Schweigegeld geboten. Warum auch immer, er überlegt es sich anders. Samir A. (33) sitzt am Dienstag in einem geheim gehaltenen Saal im B-Gebäude des Kriminalgerichts. Sein Bild wird auf eine große Leinwand in Hochsicherheitssaal 500 geworfen, wo die Rocker hinter Panzerglas hocken. Was der Freund des Toten zu sagen hat, gefällt ihnen gar nicht – die Nerven liegen blank.

Der Ermordete hatte sich mit den Hells Angels angelegt. Blut floss in einer Diskothek am Alexanderplatz (Mitte). „Die lassen ihr Blut nicht auf der Straße liegen“, habe es geheißen. Der später Ermordete habe sich Schusssichere Weste und Pistole besorgt – bei einer polizeibekannten arabischstämmigen Großfamilie. „Ich werde dir sehr weh tun, wenn du weißt wo er ist“, habe Hells Angels Boss Kadir Padir zu ihm gesagt, so der Zeuge – gemeint war der später Ermordete. Kadir Padir sei „sauer auf seine Jungs“ gewesen, weil die „nur eine Vorbeifahrt“ mit mehreren Autos am späteren Tatort in der Residenzstraße wagten – und „nichts gemacht“ hätten. „Du Ehrenloser“ sei der später Ermordete von einem aus der Gang beschimpft worden, „kurz danach war er tot.“

Weiter Donnerstag. Prozess-Termine bis Ostern 2017. Kein Urteil in Sicht.

http://www.bz-berlin.de/tatort/menschen-vor-gericht/untergetauchter-zeuge-sagt-gegen-kadir-padir-aus

Patch Over zu den Bandidos MC geplant

Patch Over

Motorradclub Harter Kern Xanten soll kurz vor einem Patch Over Übertritt zu den Bandidos MC stehen. Polizei ermittelt. Städte beobachten die Clubs in der Region verstärkt.

Der letzte Samstagabend im Juli. 100 Polizisten fuhren in Xanten auf, kontrollierten 168 Rocker . 84 Autos und Motorräder wurden nach Waffen oder sonstigen verdächtigen Gegenständen durchsucht. Ergebnis: Ein Rocker war ohne Führerschein unterwegs, bei einem weiteren fanden die Beamten Drogen. Außerdem stellten die Beamten „mehrere gefährliche Gegenstände sicher“. Der Motorradclub „Harter Kern Xanten“ mit Sitz in Birten wollte in seinen Räumlichkeiten an der Bruchstraße feiern. Angesiedelt wird der Club im Dunstkreis der Bandidos. Die listen den Xantener Club als so genanntes „New Hangaround Chapter“.

Die Polizei schaut der Gruppe genau auf die Finger. „Wir wollen nicht, dass sich kriminelle Rocker-Gruppierungen in der Region verankern“, stellt Sabine Vetter, Pressesprecherin der Kreispolizei Wesel klar. Das es sich bei dem Mottoradclub aus Birten nicht um einen harmlosen Zusammenschluss von Motorrad-Liebhabern handelt, liegt für Vetter klar auf der Hand. „Es gibt auch normale Motorradclubs, denen es tatsächlich nur darum geht, gemeinsam Motorrad zu fahren. Hier geht es aber auch um andere Interessen“. Das untermauern WDR-Recherchen, die kurz nach der Großkontrolle veröffentlicht wurden. Der Club aus Xanten stehe kurz vor einem Patch Over Übertritt zu den Bandidos. Schon im nächsten Jahr würden die Xantener Bandido-Kutten tragen, äußerte ein Insider gegenüber dem WDR.

Polizei gibt sich bedeckt

Mit Aussagen in diese Richtung hält sich die Polizei weitestgehend bedeckt. Aus ermittlungstechnischen Gründen wolle man sich nicht weiter zur Entstehung und Struktur des Clubs äußern, hieß es am Montag.

Auf NRZ-Nachfrage äußerte sich Bandido-Pressesprecher „Micha“ zu den Entwicklungen in Xanten. „Ein Teil des ,Harten Kerns’ Xanten will in Zukunft die Kutte der Bandidos tragen und in einem internationalen, großen Motorradclub aktiv sein“. Erwartungsgemäß hält sich sein Verständnis über den Polizeieinsatz in Xanten in Grenzen. „Die Polizei möchte mit diesem Vorgehen Stärke zeigen. Klar gab es in der Vergangenheit immer mal wieder Vorfälle, dabei handelt es sich aber um Einzelfälle, die vom Club nicht gutgeheißen werden. Wenn wir so eine kriminelle Struktur hätten, wie immer wieder berichtet wird, wären wir schon lange verboten“. Eine kritische Auseinandersetzung mit den vielen Vorfällen, die die Clubgeschichte der Bandidos seit jeher begleiten? Fehlanzeige.

Stadt sieht noch keinen Handlungsbedarf

Auch bei der Stadt Xanten hat man ein Auge auf das Clubhaus an der Bruchstraße. Davon, dass Rocker in Xanten nicht willkommen sind, will Bürgermeister Thomas Görtz allerdings nichts wissen. „Das ist mir etwas zu allgemein. So lange sich ein in Xanten ansässiger Club an Recht und Ordnung hält, ist er hier auch willkommen. Sobald kriminelle Machenschaften ins Spiel kommen, ändert sich das natürlich.“ Das, so Görtz, ist beim Harten Kern Xanten bislang nicht der Fall. „Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat der Club keine Schwierigkeiten gemacht, weswegen es von unserer Seite auch erstmal keinen Handlungsbedarf gibt. Alles andere ist Sache der Polizei“.

Eine ähnliche Herangehensweise vertritt auch Alpens Ordnungsamtleiter Ludger Funke. Seit rund acht Jahren ist ein Chapter der Freeway Riders an der Xantener Straße (B57) zwischen Ossenberg und Drüpt ansässig. Im Februar 2014 war es hier zu einem Raubüberfall von etwa 20 Männern gekommen, die ein 46-jähriges Mitglied der Freeway Riders brutal zusammenschlugen. Sich selbst, charakterisierten die Riders kurz nach ihrem Einzug an der Xantener Straße, als „familiären Club“. Von größeren Auffälligkeiten weiß man bei der Alpener Ordnungsbehörde tatsächlich nichts zu berichten. „Bislang hatten wir keine Probleme mit dem Club. Dennoch schauen wir in Zusammenarbeit mit der Polizei verstärkt, was sich dort abspielt, und werden bei Veränderungen einschreiten“, stellt Funke klar. Nachbarschaftsliebe sieht anders aus….

https://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-rheinberg-xanten-alpen-und-sonsbeck/uebertritt-zu-bandidos-rocker-in-xanten-unter-beobachtung-id12125042.html

Mongols MC Vizepräsident wieder vor Gericht

Mongols MC Vizepräsident
Reza J. (34), einst bei den Hells Angels MC, später Mongols MC Vizepräsident in Hamburg, muss sich derzeit wegen eines ganzen Katalogs von Straftaten vor Gericht verantworten. Er gilt als derjenige, der Anfang 2016 die Mongols in den Kiez-Krieg mit den Hells Angels Hamburg führen sollte. Sieben Anklagepunkte wirft die Staatsanwaltschaft dem tätowierten Muskelprotz vor.

So soll Reza J. etwa eine Prostituierte (mit „Reza“-Tattoo am Hals) dazu gebracht haben, Waffen im Fernbus aus der Schweiz nach Hamburg zu schmuggeln. Außerdem soll er einer Prostituierten im Krankenbett im UKE eine Pistole im Hosenbund gezeigt haben, Er soll ein Hakenkreuz am Unterarm tragen und einen Schweizer Automechaniker gezwungen haben, ihm seinen Mercedes Benz 500 CL für lau zu reparieren.

Und: Er soll die Hells Angels mit dem Spruch „Ihr seid doch alles Zivildienstleistende!“ beleidigt haben.

Im Januar 2016 war Reza J. in seiner Pinneberger Wohnung verhaftet worden, wo ein geladener Revolver und diverse Anabolika sichergestellt wurden. Urteil frühestens im September.

http://www.mopo.de/hamburg/polizei/mongols-vize-wieder-vor-gericht-reza-j–kam-mit-knarre-ans-krankenbett-24631340