Tim K. Keller – Bekanntmachung

Ich bin gestern festgenommen worden, weil ich mich frei in meinem eigenen Land bewegen wollte. In UNSEREM Land! Wenn Ihr mit mir seid, dann teilt diesen Beitrag und verbreitet, was aus diesem Land geworden ist! Gestern war ich es und morgen seid Ihr es schon vielleicht.

Ich war gestern Nachmittag in Köln. Dort habe ich mich mit einem Bruder von mir und einem Pressefotografen getroffen.
Auf den Kölner Ringen wurden dann Fotos geschossen. Zum Beweis, dass ich auch wirklich gestern dort war, halte ich eine Bild-Zeitung vom Rosenmontag in die Kamera. Am Ende der Kölner Ringe befanden sich mehrere Einsatzwagen einer Hundertschaft.
Als bemerkt wurde, wer ich war, sprangen an die 8 Polizisten aus ihren Transportern und kreisten uns sofort ein. Man hatte mich sofort erkannt. Nachdem ich meinen Ausweis vorzeigen musste, wurde ich von 4 Einsatzkräften abgeführt und mit dem Kopf an einen Einsatzwagen gedrückt, damit man mich komplett fixieren und durchsuchen konnte. Selbst die Schuhe musste ich ausziehen.
Ich fragte, was dieses Einschreiten rechtfertigen würde, worauf man mir erwiderte, dass ich ein Betretungsverbot von Köln hätte. Wieso man mich sofort erkannt hätte?
Die Antwort: Wir haben Bilder von Ihnen und kennen Sie aus Facebook.
Wenn der Fotograf sich nicht als Presse ausgewiesen hätte, wäre er wahrscheinlich auch verhaftet worden. Die Bilder sind gesichert und ich hoffe, dass sie veröffentlicht werden.
Wie ein Terrorist wurde ich fixiert, durchsucht und selbst meine Handys wurden komplett ausgelesen und alle Kontaktdaten und Verläufe gesichert und aufgeschrieben.
Als ich dann fast eine Stunde vor dem Transporter, eingekreist von Polizisten, gewartet habe, wurde mir eröffnet, dass ich ein Ordnungsgeld von 500,- Euro zahlen müsste.
Desweiteren hätte ich jetzt einen Platzverweis für Köln und müsste die Stadt verlassen.
Ich erwiderte, dass ich ein freier Bürger wäre und dem nicht nachkommen würde.
„Dann nehmen wir Sie jetzt fest und Sie kommen in die Zelle.“ „Ok, dann machen wir das so.“ war meine Antwort. Weitere 20 Minuten später wurde mir eröffnet, dass wenn ich mich jetzt einsperren ließe und dem Platzverweis nicht nachkommen würde, dies weitere 500,- Euro kosten würde.
Dann hatte ich endgültig die Schnauze voll. Für dieses DDR 2.0-System zahle ich nicht mal eben 1000,- Euro und auch gegen die 500,- Euro werde ich anwaltlich mit allen Mitteln vorgehen.
Ich wurde dann als angeblich freier Bewohner dieses Landes aus Köln verwiesen, während um mich herum überall betrunkenes, aggressives Volk mit lauter und großer Schnauze Karneval „zelebrierte“.

An die Staatsmacht und an die Polizei Köln:

Ich halte mein Wort und ich werde niemals vor Euch zurückweichen.
Ich habe noch keine Frau begrabscht in meinem Leben. Wenn ich sehen würde, dass so etwas passiert, dann würde ich helfen und nicht wegschauen. Ich habe weder eine Straftat begangen, noch habe ich dazu aufgerufen. Ich war nüchtern, keineswegs aggressiv und habe letztendlich nichts getan.
Und dann verbietet Ihr mir in Köln zu sein? In einer Stadt des Landes, in dem ich geboren wurde.
Ihr habt Euch mal wieder ein jämmerliches Armutszeugnis ausgestellt! Wie ich auf Euer Betretungsverbot reagiert habe, das habe ich Euch ja dann auch gezeigt. Es schert mich einen Dreck!
Ich stand gestern als freier Mann, als Brother und als Deutscher inmitten der Stadt, die Ihr mir verboten habt zu betreten. Soviel steht fest!
Ich verachte, was aus diesem Land geworden ist und ich verachte Euch, die Ihr wahrscheinlich auch die Waffen gegen die eigene Bevölkerung richten werdet, wenn die Zeiten schwerer werden.

Ich sage es Euch deshalb noch einmal und ich sage es immer wieder:

NIEMAND verbietet mir jemals, wann und wo ich hingehe!

Tim K.

https://www.facebook.com/autor.tim.k/

Red Devils wollen Rundgänge reduzieren

Sie berichten von einem Vorfall, nur sie waren nicht da – Polizei sieht keine Rockerstreifen.

Tuttlingen – Die Rocker der Red Devils MC haben ihre Patrouillenläufe in der Stadt Tuttlingen eingeschränkt. Das haben sie jedenfalls jetzt auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht. „Wir werden unsere Rundgänge minimieren. Natürlich werden wir einschreiten, wenn sich jemand bedroht fühlt“, heißt es dort.

https://www.facebook.com/Rdmc-Tuttlingen-949953085039238/

Die Red Devils berichten auf Facebook von einem Fall bei dem sie hätten eingreifen müssen: „Einen Zwischenfall gab es leider doch, wo das 22-jährige Mädel aus Tuttlingen angegangen worden ist. Leider bekamen wir diese Information zu spät.“ Ihre Schlussfolgerung: „Aber im Vergleich zu den Wochen vorher kann man durchaus sagen, dass es ruhig in Tuttlingen war.“ Die Rundgänge seien wie angekündigt ruhig und sachlich“ verlaufen. Unterstützung hätten sie jedenfalls von befreundete Security-Firmen, Motorradclubs und auch Zivilisten“ bekommen.

280 Zuschriften erhalten

Nach ihrem Aufruf, wegen der vermeintlichen Unsicherheit vieler Menschen in den Abend- und Nachtstunden in Tuttlingen, verstärkt aufzupassen, hätten die Red Devils laut ihres Facebook-Eintrags 280 Zuschriften erhalten. Darin seien sie ermutigt worden, „trotz der Negativpropaganda seitens der Stadt und der Polizei weiter zu machen“.

Eine erwartbare Kritik kommt von den Rockern in Richtung Polizei: „Die Polizei fährt verstärkt Streife und zeigt Präsenz. Das waren ihre Worte. Wenn es nicht so traurig wäre, würden wir lachen. Eure verstärkte Präsenz waren zwölf Minuten. Zwölf Minuten. Revier raus, Innenstadt, Clubhaus, Weimarstraße, Bahnhofstraße und zurück ins Warme.“

Gigantisches Strohfeuer

Die Ankündigung der Red Devils hatten Stadt, Polizei und Landesregierung kritisch gesehen. „Am liebsten wäre es mir, wenn wir sie gar nicht auf der Straße sehen würden. Sie bilden einen Schwerpunkt der Polizeiarbeit, etliche Rocker sind auch hinter Gittern“, sagte erst vor wenigen Tagen Innenminister Reinhold Gall (SPD) im Interview mit unserer Zeitung.

Für Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck ist von dem Aufruf der Red Devils nicht mehr viel übrig geblieben. „Jetzt wird es mehr als deutlich: Die großspurige Ankündigung der Red Devils, als selbsternannte Bürgerwehr für Sicherheit zu sorgen, war nur ein gigantisches Strohfeuer. Dass hinter den Ankündigungen wenig steckte, muss einen natürlich erleichtern“, lässt er über Stadtsprecher Arno Specht mitteilen. In einem Rechtsstaat käme laut Beck ausschließlich die Polizei für Ordnung und Sicherheit sorgen. „Nach wie vor verwerflich ist allerdings, dass eine Rockergruppe bestehende Ängste genutzt und neue geschürt hat, um billige PR zu betreiben. Solche Aktionen sind mit schuld daran, dass das gesellschaftliche Klima derzeit immer aggressiver wird“, urteilt Beck.

Polizei sieht keine Rockerstreife

Laut Polizei sei es bei der Ankündigung der Rocker geblieben: „Die Polizei hat keine einzige Rockerstreife zu Gesicht bekommen“, sagt Polizei-Pressesprecher Dieter Popp. Wenn es solche Vorkommnisse gegeben hätte, dann hätten die Beamten auch reagiert mit Platzverweis und einer entsprechende Anzeige. Popp: „Aber das war nur Geplänkel. Offensichtlich hat eine Gruppierung versucht, ein politisches Ereignis für sich zu nutzen. Im Übrigen eine Gruppierung, die nicht unbedingt für recht und Ordnung steht.“

http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Red-Devils-wollen-Rundgaenge-reduzieren-_arid,10390578_toid,705.html

Gremium Rocker von Osnabrücker Gericht entwaffnet

Das Verwaltungsgericht Osnabrück hat mit Beschluss vom 8. Februar 2016 den Antrag auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes eines mutmaßlichen Mitglieds der Rockergruppierung „Gremium MC Osnabrück“ abgelehnt. Der mutmaßliche Rocker hatte sich gegen die von der Stadt Osnabrück verfügte Aufhebung seiner jagd- und waffenrechtlichen Erlaubnisse wegen Unzuverlässigkeit gewandt. Er bestreitet es Mitglied im „Gremium MC Osnabrück“ zu sein.

Der Mann, der nun keine Waffen mehr besitzen darf, ist nach Angaben einer Pressesprecherin des Gerichts ein langjähriges Mitglied in einem Sportschützenclub, Inhaber eines Jagdscheins und im Besitz von zwei Kurz- und fünf Langwaffen, für die er eine Waffenbesitzkarte besitzt. Seit 2012 verfügte er zudem über die Erlaubnis zum Führen von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen.

Strafrechtlich bislang ein unbeschriebenes Blatt

Waffen- oder strafrechtlich ist der mutmaßliche Rocker nicht in Erscheinung getreten. Auf eine Mitteilung der Polizeidirektion Osnabrück Anfang 2015 hin, wonach der Antragsteller Mitglied im gewaltbereiten Motorradclub „Gremium MC Osnabrück“ sei und dort zugleich die Funktion des „Treasurers“ bekleide, entzog die Antragsgegnerin ihm den Waffenschein, die Waffenbesitzkarten sowie den bis Ende März 2016 gültigen Jagdschein wegen der aus der Mitgliedschaft im genannten Motorradclub folgenden Unzuverlässigkeit.

Mitgliedschaft in einer Rockergruppe kann zu Waffenverlust führen

Dem Osnabrücker Gericht reicht der Hinweis auf die Mitgliedschaft in einer Rockergruppe als Grund für die Entwaffnung. Dort verweist man auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) zur Rockergruppierung „Bandidos“. Allein die Mitgliedschaft in einem gewaltbereiten Rockerclub reiche danach ungeachtet der sonstigen straf- und waffenrechtlichen Unbescholtenheit aus, die Unzuverlässigkeit im waffenrechtlichen Sinn anzunehmen. Auch die Ortsgruppierung des „Gremium MC“ zähle zu den sog. 1 %-tern (Onepercentern) Outlaw Motorcycle Gangs, die sich selbst als gewaltbereit und außerhalb des Rechts stehende „Outlaws“ sähen. Die gewaltsame Austragung von Konflikten sei ein wesentliches Merkmal des „Gremium MC“ und der strenge Ehrenkodex gebiete es den Mitgliedern einander in Konflikten Beistand zu leisten.

Mann bestreitet die Mitgliedschaft in Rockergruppe

Zwar bestreite der Antragsteller seine Mitgliedschaft in der Rockergruppierung. Nach den Gesamtumständen sprächen aber zahlreiche Anhaltspunkte, u.a. die Anmietung von Clubräumlichkeiten, die mittlerweile der „Gremium MC“ nutze, für die Annahme, er sei Mitglied. Selbst wenn man jedoch die Frage der Mitgliedschaft des Antragstellers in der Rockergruppierung und damit seine Unzuverlässigkeit als offen beurteile, gehe die im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes zu treffende Interessenabwägung zu seinen Lasten aus. Dem Sicherheitsinteresse angesichts des von Waffen ausgehenden Gewaltpotentials könne der Antragsteller keine gleichwertigen Interessen entgegensetzen.

http://www.hasepost.de/rocker-osnabrueck-vom-verwaltungsgericht-entwaffnet-gremium-mc-10415/

So läuft das Sex-Geschäft in Hamburg

Das legendäre „Eros Center“ war der Mega-Puff auf dem Kiez und 15 Jahre lang in den Händen der Hells Angels MC. Hier wurden Huren verprügelt und ausgebeutet, die Betreiber standen zig Mal vor Gericht. Vor knapp einem Jahr endete diese Ära nach mehreren Razzien. Der neue Betreiber hat den Laden in „Pink Palace“ umbenannt, der Geschäftsführer verkauft sich als Saubermann. Dennoch folgte jetzt eine Großrazzia. Die MOPO hat sich das „Pink Palace“ mal angeguckt.

Um Punkt Mitternacht, zur Kerngeschäftszeit, stürmten Spezialkräfte der Polizei den Eingang. Angestellte, Huren, selbst Freier mussten ihre Ausweise vorzeigen. „Soko Rocker“-Chef Mirko Streiber (48) zur MOPO: „Wir haben Erkenntnisse, dass es Verbindungen zu den Hells Angels gibt.“

„Stimmt alles nicht“, behauptet „Pink Palace“-Chef Thorsten E. (44) und öffnet der MOPO die Türen. „Wir haben hier nichts zu verbergen und mit dem alten Eros oder Rockern überhaupt nichts zu tun.“ Woher hat die Polizei dann solche Erkenntnisse? Thorsten E. hat eine etwas abenteuerliche Erklärung parat: „Ich hab mal ’ne Facebook-Seite von einem befreundeten Tätowierer geliked.“

Als das Laufhaus noch „Eros Center“ hieß und unter den Fittichen von Sefi L. (44) stand, ließen die Rocker Frauen anschaffen, beuteten sie aus und fuhren selbst in dicken Schlitten vor. Nach einer Steuerrazzia im März letzten Jahres wurde der Laden geschlossen, im Mai unter neuem Namen und in Pink statt Rot eröffnet.

Thorsten E. ist das Vorzeigegesicht des Bordells. Er kommt aus Frankfurt, trägt eine Glatze – und eine Rolex. Er ist auch großflächig tätowiert. „Ich bin kein Zuhälter, ich bin Geschäftsführer“ – da besteht er drauf. „Wir beteiligen uns hier nicht am Geschäft der Frauen, wir vermieten nur die Zimmer und haben Security. Das ist quasi wie ein Hotel“, sagt er.

Die Webseite des „Pink Palace“ macht einen anderen Eindruck. „Sex ab 30 Euro. 60 Girls auf fünf Floors warten auf dich“, wirbt der Betreiber. Professionell bearbeitete Fotos versprechen eine schicke Atmosphäre. Die Realität sieht nüchterner aus. Tatsächlich wirkt alles wie ein Zwei-Sterne-Hotel. Lange Gänge, 56 (!) identische, etwa zwölf Quadratmeter große Zimmer. Arbeitende Frauen – derzeit sollen es um die 30 sein – warten auf Kundschaft auf einem Stuhl vor ihrer Zimmertür.

Von Preisen will Thorsten E. nichts wissen. „Das machen die Mädels unter sich aus“, sagt er. 100 Euro kostet das Zimmer pro Tag – die Frau kann es dekorieren, wie sie will. Grundsätzlich ist Thorsten E. wichtig: „Eine Frau muss bei uns allein das Zimmer anmieten und nicht von einem Mann vorgeführt werden. Der kommt gar nicht erst rein“, sagt er. Und: „Betrug gibt es bei uns nicht, der EC-Kartenautomat wird videoüberwacht.“

Bei der Razzia in der Nacht zu Sonnabend hat die Polizei tatsächlich nichts festgestellt. Sie kündigt dennoch an: „Es werden weitere Einsätze zur Bekämpfung der Rockerkriminalität durchgeführt.“

http://www.mopo.de/hamburg/nach-grossbordell-razzia-so-laeuft-das-sex-geschaeft-im-kiez-puff-23494354

Satudarah MC in Marokko

Seit mehreren Jahren gibt es in Deutschland das Phänomen, dass die Mitgliederzahlen von sogenannte Motorradclubs steigen stetig an. Besonders in den Großstädten Deutschlands schließen sich junge Männer diesen Motorradclubs an.

Die Namen und Gruppierungen der verschiedenen Clubs sind bekannt, einige haben ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten und besonders große Clubs haben außerdem noch weltweite Ableger, auch Chapter genannt.

Inzwischen sind diese Mototrradclubs auch in Marokko angekommen. Es gibt nun die ersten Chapter des Satudarah Motorrad Clubs. Die Satudarah MC wurde 1990 in den Niederlanden gegründet und hat ca. 800 Mitglieder. Die ersten Mitglieder waren indonesische Einwanderer, die von der Inselgruppe der Molukken stammen, einer ehemaligen Kolonie der Niederlande. Der erste Ableger außerhalb der Niederlande entstand in Brüssel. Nun gibt es auch die ersten Chapter in Afrika: Sie sind beheimatet in Agadir und Casablanca.

MarocZone sprach für Euch mit Jafaar, einem führenden Mitglied der Satudarah in Marokko. Dies ist das erste Interview, dass ein führendes Mitglied eines marokkanischen Motorradclubs für die Öffentlichkeit gab.

Salam Alaykum Jafaar, schön Dich kennenzulernen. Salam Alaykum, vielen Dank für das Interesse. Eure Seite ist eine gute Sache, um uns Marokkaner ein positives Image zu geben.

Vielen Dank für das Kompliment. Wie ist das Leben in Marokko. Was machst du hier? Ich lebe erst seit kurzem in Marokko. Aufgewachsen bin ich in Europa. Unser Club ist neu in Marokko, wir waren ca. 2 Jahre in Kontakt bevor wir unseren Club hier offiziell eröffneten. Der Club wächst schnell. Unsere marokkanischen Landsmänner in Holland und auch aus anderen Ländern schließen sich der Satudarah an.

Wie ist es dazu gekommen, dass ein Chapter der Satudarah in Marokko gegründet wurde? Bevor wir das Chapter in Marokko gründeten, waren bereits viele marokkanische Member des niederländischen oder belgischen Chapters an einer Gründung in Marokko interessiert. Dieser Club passt nach Marokko, da die Amazigh Kultur und die Kultur der Molukken sich sehr ähneln. Wir fühlen und teilen die gleichen Ansichten, Grundlagen und Prinzipien. Die Verbindung zwischen den Brüdern in Marokko und Europa ist gut und wir supporten uns gegenseitig.

Wieviele marokkanische Chapter gibt es? Wir haben vier marokkanische Chapter. Drei in Marokko. In Casablanca, Agadir und in Oujda einen Maghreb Chapter in Holland. Der größte Teil unserer Brüder stammt aus Marokko, aber wir haben auch andere Nationalitäten in unserem Chapter, aus Frankreich oder aus den Niederlanden.

Welche Sprache sprecht Ihr untereinander und wie ist es in Deutschland?
Es wird meist französisch, arabisch und amazigh gesprochen, je nachdem wer sich unterhält, aber dies sind die Sprachen, die man am häufigsten hört. Deutschland ist ein schwieriges Thema. Die deutschen Behörden haben alle unsere Chapter und Clubhäuser geschlossen, da es einen Verräter unter uns gab.

Und was machen die Mitglieder der Satudarah beruflich? Einige sind Angestellte, andere wiederum sind selbstständig, z.B. Tätowierer oder Clubbesitzer. Wir planen die Eröffnung eines Biker Shops. Der Verkauf von Motorrädern, Ersatzteilen und Zubehör, also alles was Biker eben benötigen.

Kannst Du uns erklären was das Besondere bei der Satudarah ist und wieso sich immer mehr Menschen sich der Satudarah anschließen? Das wichtigste ist, dass wir uns vertrauen und somit die Farben der Satudarah verdienen. Wir geben für die Satudarah mehr als wir brauchen und versuchen so ein Leben zu leben, dass interessant ist. Wir sind gewillt jeden Tag etwas neues zu lernen. Wir leben das Leben als Eins. Ein Blut. Ich freue mich sehr unsere Bruderschaft zu vergrößern und zu stärken. Die Werte, welche jeder einzelne von uns verteidigt und begründet, werden Realität, wenn wir zusammen sind. Jeder unserer Brüder denkt gleich und wir nehmen unser Leben sehr ernst. Liebe, Loyalität und Respekt, das ist uns wichtig. Das ist kein Image, kein Lifestyle, das wir führen, um Leute zu beeindrucken, so etwas machen nur Feiglinge, die sich wichtig fühlen wollen.

Loyalität und Respekt ist sehr wichtig für Euch. War das schon immer so bei Dir? Wie bist du eigentlich zur Satudarah gekommen? Eigentlich ist es sehr vertraulich, aber ich habe kein Problem darüber zu sprechen… Den Weg, welchen ich eingeschlagen bin, habe ich bewusst gewählt, da ich schon immer gegen unsinnige gesellschaftliche Regeln war. Ich habe Ideen, die ich mit einer großen Gemeinschaft verwirklichen möchte, denn ich bin ein positiv denkender Mensch und ich möchte vorwärts gehen, kein Schaf in dieser Gesellschaft sein, sondern ein Mann mit Werten und Prinzipien.

Kannst Du uns etwas über Deine Kindheit erzählen? Ich hatte eine extreme Kindheit, ich möchte nur soviel erzählen: Als Kind und Jugendlicher bin ich viel Skateboard gefahren, war ein Mountain Biker und habe Hunde geliebt.

Und wie stehst Du zu Deiner Religion? Ich respektiere alle Religionen. Für mich ist die Religion aber nicht entscheidend. Ich schaue auf den Charakter den Menschen, so wie es auch sein sollte.

Trotzallem wirkst Du nicht wie ein typischer Biker, Du bist sehr eloquent, sprichst mehrere Sprachen und erklärst uns Dein Leben sehr bildlich und klar. Was hast Du gemacht bevor Du Dich der Satudarah angeschlossen hast? Ich habe eine Ausbildung als Designer und ich habe bei einer Telekommunikationsfirma im technischen Support gearbeitet. Für einige Zeit war ich außerdem Team Manager einer Hotline. Zu der Zeit war ich bei einem Club, welche einen anderen Motorradclub supportete. Nachdem ich einige berufliche Probleme hatte, bin ich einfach aus meinem damaligen Leben ausgestiegen, da ich wusste, dass ich an einem anderen, besseren Ort gebraucht werde. Es war trotzdem nicht einfach alles zu beenden und ein neues Leben in Marokko zu beginnen.

Wohin führt Deine Reise mit der Satudarah? Die Satudarah ist multikulturell und selbstverständlich haben wir Ambitionen. Ich möchte nach vorne gehen. Wir sind der erste Chapter in meiner Stadt Agadir, neben dem Chapter in Casablanca. Wir sind die erste Satudarah in Afrika – wir stehen Zusammen und egal wie viele Member wir sind, die Hauptsache ist, dass wir stabile Männer sind. Durch meine Fähigkeiten als Designer knüpfe ich schnell Kontakt zu den Menschen hier in Marokko und habe schon einen gewissen Bekanntheitsgrad. Wir führen ein gutes Leben. Eine gute Bruderschaft. Wir schauen nach vorne, werden die Herausforderungen meistern und noch Großartiges leisten.

http://www.maroczone.de/news/maroczone-exklusiv-ein-interview-mit-einem-rocker-die-satudarah-in-marokko-14384