Berliner Türsteher Mord ist aufgeklärt

Der Mord vor dem “Soda Club” in Prenzlauer Berg ist für die Ermittler aufgeklärt. Türsteher Sebastian “Locke” K. († 39) wurde wohl das Opfer eines Racheaktes, weil den verdächtigen Rockern einige Wochen zuvor der Zutritt zum Club verwehrt wurde. Er ist sogar nur ein Zufallsopfer.

Das geht aus den Locke-Aussagen des Hells-Angels-Aussteigers hervor. Kassra Z. (26), Spitzname “der Perser”, soll den genauen Tatablauf geschildert haben.

Laut Vernehmung sollen im September 2013 zwei Rocker der Red Devils (28, 31, beide Unterstützer der Hells Angels) zusammen mit dem Höllen-Engel Thomas F. (31) zu dem Club in der Kulturbrauerei gefahren sein. Am Steuer seines Autos saß demnach Thomas F.

René P. (polizeibekannt wegen Waffendelikten und Körperverletzung) soll die Pistole getragen, Dennis S. dem Killer Rückendeckung gegeben haben. Dann fielen die Schüsse, zwei Kugeln trafen Locke in Wade und Hüfte. Der 1,90-Meter-Hüne verblutete am Tatort.

Hintergrund der Bluttat war laut Aussage des Aussteigers die Rache für eine Demütigung, die die Red-Devils-Biker im August hinnehmen mussten. Die Rocker wurden an der Tür von Lockes Kollegen Johann M. (40) abgewiesen und bei einer anschließenden Handgreiflichkeit verletzt.

Thomas F. soll nichts von dem Mord geahnt haben. Er fuhr angeblich das Killer-Duo zum Tatort ohne zu wissen, was sie vorhatten. Der Wagen wurde dann schnell abgestoßen. Eine Frau eines Rocker-Kumpels kaufte ihn, ohne zu wissen, was es mit dem Auto auf sich hatte. Laut der Vernehmung soll Schütze René P. nach der Tat geprahlt haben, den Mord mit einer Tätowierung auf seinem Oberkörper zu verewigen.

Die Tatwaffe ist bis heute verschwunden. Kassra Z. befindet sich im Zeugenschutz-Programm, lebt unter Polizeibewachung an einem geheimen Ort. Seine Enthüllungen und der Verstoß gegen das “Schweigegelübde” gelten als einmalig in der Geschichte im Kampf gegen die Hells Angels.

Sie könnten zum völligen Zusammenbruch der Rocker-Bande in Deutschland führen.

http://www.bz-berlin.de/tatorte/rocker-verraet-details-zum-soda-mord-article1832124.html

Hells Angels Mitglied festgenommen wegen Amphetamin Fund

Ein älteres Mitglied der Rockerbande Hells Angels ist laut Ritzau heute in Bülderup-Bau festgenommen worden. Die Festnahem des 58-Jährigen steht in Verbindung mit dem Fund von knapp 13 Kilo Amphetamin im Dezember letzten Jahres in Nørre Vissing bei Skanderborg, teilt die Spezialeinheit Task Force Vest der Polizei mit. In einem HA-Domizil am Bryggervej in Aarhus wurde heute zeitgleich eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Hier wurden anabole Steroide und ein wenig Rauschgift gefunden.
Der Rocker aus Bülderup-Bau steht in Verbindung mit dem HA-Klubhaus in Aarhus.
Der 58-Jährige soll heute Nachmittag dem Haftrichter in Horsens vorgeführt werden. In diesem großen Rauschgiftfall sitzt schon einer in Haft.

http://www.nordschleswiger.dk/SEEEMS/19708.asp?artid=66092

Hells Angels Party in Siegen

Siegen – Die „Hells Angels“ Siegen feiern am Samstagabend ihre Saisoneröffnung-Party in ihrem Clubhaus in der Wallgrabenstraße. Einige Mitglieder und Freunde des Motorrad- und Rocker-Clubs aus verschiedenen Regionen Nordrhein-Westfalens reisen sich deshalb am späten Nachmittag bzw. frühen Abend in die Krönchenstadt.

Die Polizei hat sie mit einem Großaufgebot empfangen. Neben Kräften der lokalen Kreispolizeibehörde war zudem eine Hundertschaft der Bundespolizei aus Münster im Einsatz. Mehrere Kontrollstellen, vor allem aber an der Marienborner Straße in der Nähe des „Schleifmühlchens“ in Siegen, wurden eingerichtet.

Bei diesen Landeskontrollstellen wurden die Motorradrocker des Clubs – wie schon in den letzten zwei Jahren – überprüft. Motorräder und Autos, die mit Mitgliedern der „Hells Angels“ besetzt waren, wurden angehalten und herausgewunken.

Doch wie bereits in der Vergangenheit blieb es im Rahmen des Großeinsatzes friedlich und die „Hells Angels“ konnten ohne besondere Vorkommnisse ihre Party veranstalten.

http://www.wirsiegen.de/2014/04/polizei-grossaufgebot-wegen-hells-angels-party/

Prinz Marcus von Anhalt in U-Haft

Frankfurt/Main – Wenn er grinst, blitzen seine weißen Zähne. Auffordernd und angeberisch. Wen er im Arm hat, hat entweder einen XXL-Busen oder eine XXL-Uhr am Handgelenk. Doch jetzt hat Adoptiv-Prinz Marcus von Anhalt (47) mächtig Ärger an den Hacken.

BILD erfuhr: Der Bordell-Besitzer wurde von der Polizei in seiner Villa in der Nähe von Pforzheim (Baden-Württemberg) festgenommen. Der Verdacht: Steuerhinterziehung! Es besteht Fluchtgefahr!
Eine Spurensuche: Das wilde Leben des Prinz Protz!

►Sein Geld: Der Adoptiv-Prinz unterhält angeblich an die 100 Etablissements. Darunter Flatrat-Puffs, Table-Dance-Lokale und FKK-Clubs. Prinz Markus prahlte einmal auf einer Party, er wäre fast Milliardär. Es wird gemunkelt, Prinz Protz betreibe seine Geschäfte im Westen Deutschlands mit der Duldung der Hells Angels.

►Sein Hobby: Er liebt schnelle Autos. Besonders Porsche, Ferrrari, Rolls Royce und Maybach. Er veranstaltet auch selber Autorennen.

►Seine Familie: Was die wenigsten wissen: Der Prinz ist Vater. Im Februar 2010 brachte seine langjährige Lebensgefährtin Gia die kleine Prinzessin Shanaya Anastasia Zsa Zsa Katharina von Anhalt in Monaco zur Welt. Gerüchten zufolge soll Gia einen FKK-Club in Süddeutschland leiten.

►Seine Party-Frauen: Er umgibt sich gerne mit Stars wie Rihanna, Pamela Anderson und Paris Hilton. Das englische Promi-Luder Katie Price lag schon mal in seinen Armen. Aber auch Micaela Schaefer, Nadja Abd el Farrag und Gina-Lisa Lohfink werden oft in seiner Umgebung gesichtet.

►Seine Kumpels: Man sieht Prinz Protz mit Rotlicht-Legende Berti Wollersheim, Party-Veranstalter Michael Ammer oder Klaus Aichholzer (besser bekannt als Porno Klaus). Auch mit Schauspielern wie Ralf Möller, Ben Becker und Jan Fedder ließ er es schon krachen. Nicht zu vergessen Robert Geissen.

►Sein Auftreten – BILD-Reporter erinnern sich.
Am 25. November 2006 war Marcus von Anhalt VIP-Gast beim Boxkampf von Axel Schulz gegen Brian Minto im Gerry-Weber-Stadion in Halle (NRW).
BILD-Reporter Mark Pittelkau: „Er kam mit einem Gefolge von etwa zehn anderen Zuhälter-Typen und Prostituierten. Schraubstock-Händedruck, sein Gesicht puterrot, sein Lachen unangenehm laut. Er orderte während des Kampfes Champagner. Auf der Aftershowparty besetzte er einen Riesentisch mit seiner Entourage, orderte immer weiter Wodka und Champagner. Mit zunehmendem Alkoholgenuss wurde sein Gesicht aufgedunsener und roter, sein Gehabe aggressiver und lauter. Ein Typ, dem man nicht auf die Füße treten möchte.“

Eigentlich kann Marcus von Anhalt ein netter Kerl sein, so anderer BILD-Reporter. Höflich und charmant, witzig. Doch das kann innerhalb von Sekunden umschlagen.

Der BILD-Reporter: „Einen SAT-1-Reporter, der ihn jahrelang begleitete, hat er mal in einem Wutausbruch verprügelt. Besonders aggressiv reagiert er auf seine Adoptiv-Brüder, die er alle nicht leiden kann. Seinen Adoptivbruder Ferdinand zog er im vergangenen Jahr bei einer Modenschau im VIP-Bereich heftig am Ohr, brüllte ihn an, dass man die Streitigkeiten auch gerne vor der Tür regeln könne. Marcus ist unberechenbar peinlich. Stellt sich an Partytische von Menschen, die er gerade kennengelernt hat und macht den Hitlergruß.“

Prinz Protz fliegt Anfang 2014 von der Party des Printen-Königs Bühlbecker in Köln. Grund: Er war nicht eingeladen!

Nach seinem Rausschmiss ätzt von Anhalt gegen Gastgeber Dr. Hermann Bühlbecker gegenüber einem BILD-Reporter: „Diesen Lutscher habe ich mit zu den Oscars genommen, jetzt bin ich auf einmal nicht mehr fein genug für seine Party. Wenn ich Bühlbecker bei den nächsten Oscars sehe, dann knocke ich ihn aus.“

Angefangen hat alles 2000 in einem Frankfurter Table-Dance-Club.

Frédéric von Anhalt, der Ehemann von Hollywood-Diva Zsa Zsa Gabor, verkehrte damals öfters im Club und genoss die Gastfreundschaft des Inhabers. Und das war Marcus Eberhardt. Ein gelernter Koch und Metzger.

Sechs Jahre später wurde aus dem bürgerlichen Rotlicht-König Marcus Eberhardt dann Prinz Eberhardt Edward von Anhalt Herzog zu Sachsen und Westfalen Graf von Askanien. Für seinen neuen Namen hat sich Eberhardt sogar extra lange Visitenkarten mit Wappen drucken lassen.

Vom Rotlicht-König zu Prinz Protz!

Frederic von Anhalt, mit dem die Gabor seit 1996 verheiratet ist, betrieb einen florierenden Handel mit seinem guten Namen. Reiche Kunden wie eben Marcus Eberhardt zahlten Frederic dafür angeblich eine Million Euro, damit er sie adoptiert. Danach trägt er, wie sein Adoptiv-Vater, einen Adelstitel und darf sich offiziell „Prinz von Anhalt“ nennen.

Frederic selbst wurde 1980 auf Vermittlung eines Titel-Händlers von Prinzessin Marie Auguste Prinzessin von Anhalt (damals 81) adoptiert. Und Zsa Zsa Gabor wiederum heiratete Frederic 1996, weil sie durch die Hochzeit eine echte Prinzessin werden wollte.

2010 drohte Prinz Protz und seinen drei Adoptiv-Brüdern Enterbung!

Hollywood-Diva Zsa Zsa Gabor fühlte sich allein gelassen. Weil sich die Jungs nicht ein einziges Mal bei ihr gemeldet haben.

Frederic Prinz von Anhalt damals gegenüber BILD. „Meine Frau ist tief betrübt und verletzt, dass die Bengel sie im Krankenhaus weder besucht noch angerufen haben. Nicht einmal Blumen haben sie ihr geschickt. In Deutschland brüsten sie sich überall, Zsa Zsa Gabors Söhne zu sein. Aber sie scheren sich einen Dreck um ihre Gesundheit. Meine Frau hat jetzt entschieden, dass wir das undankbare Pack komplett aus ihrem Testament streichen.“

Frederic: „Das sind charakterlose Kriminelle, die uns nur ausgenutzt haben. Sie taugen nichts und brauchen sich bei uns nie mehr blicken zu lassen.“

Doch zur Enterbung kam es nicht. Das väterliche Herz war dann doch zu groß!

Charakterlose Kriminelle? Das Verhalten von Prinz Protz will auch so gar nicht zum Adels-Titel passen.

► Die Liste der Vorwürfe ist lang: Menschenhandel, Zuhälterei, Körperverletzung – und jetzt der Verdacht auf Steuerhinterziehung. Vier Jahre hat er laut „Spiegel“ schon im Knast gesessen.

► Erst im Januar 2014 wurde der Prinz am Frankfurter Flughafen erwischt. Von Anhalt wollte nach Dubai fliegen, hatte aber zu viel Bargeld im Handgepäck. Zollbeamte erwischten ihn mit 19 000 Euro! Ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Geldwäsche wurde eingeleitet. Der Protz-Prinz damals: „Ja, ja! Ich hab vergessen, das Geld ordnungsgemäß anzumelden.“

► Wegen einer Promille-Fahrt mit seinem Porsche stand er im Juni 2010 vor Gericht. Das Urteil für die Sprit(z)-Tour: drei Monate auf Bewährung und 200 000 Euro Strafe.

►Die 17-jährige Passauerin Isabella Lauer erstattete 2013 Strafanzeige (Az.: 90JS 2154/13) gegen den Prinzen. Er soll sie sexuell genötigt und gebissen haben!

http://www.bild.de/news/inland/marcus-von-anhalt/verdacht-steuerhinterziehung-festnahme-marcus-prinz-von-anhalt-wer-ist-dieser-prinz-protz-35647776.bild.html

Brutale Schuldeneintreiber

Stuttgart/Ostfildern – Er macht keinen Pieps. Der Mann, der vor der 17. Strafkammer des Landgerichts Stuttgart wegen Beihilfe zur besonders schweren räuberischen Erpressung und zur gefährlichen Körperverletzung steht, will weder zu seiner Vita noch zu den Vorwürfen etwas sagen.

Es ist der 21. Januar 2012. Der heute 34-jährige Angeklagte und zwei seiner Kumpel sind eigens aus Brandenburg angereist, um bei einem 26-Jährigen aus Ostfildern im Kreis Esslingen Schulden einzutreiben. Die Außenstände sollen aus einem Drogengeschäft stammen. Angeblich ist das Inkasso-Team von den Hells Angels geschickt worden.

Unter einem Vorwand wird der 26-jährige mutmaßlich säumige Schuldner von einem Bekannten in eine Garage nach Ostfildern-Nellingen gelockt. Dort macht das Opfer dann die Bekanntschaft der Herren aus Brandenburg.

Zwei damals 23 und 29 Jahre alte Burschen bedrohen das Opfer mit Messern. Sie malen dem Mann in schillernden Farben aus, was man mit den Schneidewerkzeugen so alles anstellen könne. Ein Täter schlägt dem 26-Jährigen mit einem Schlagring wuchtig gegen den Kopf. Das verängstigte Opfer händigt seinen Peinigern 1000 Euro und einen Klapprechner aus. Ihm gelingt schließlich die Flucht. Laut um Hilfe rufend stürzt der Mann aus der Garage.

Der jetzt Angeklagte sitzt im Fluchtauto. Mit dem Opel preschen die Täter davon. Erst jetzt wird es so richtig gefährlich, vor allem für Unbeteiligte. Denn was folgt, ist eine wilde Verfolgungsjagd von Nellingen bis nach Degerloch. Die Männer rammen einen Streifenwagen, der ihnen im Weg steht, und rasen innerorts mit zum Teil mehr als 100 Stundenkilometern Richtung Degerloch.

Sie missachten rote Ampeln, überholen entgegenkommende Autos und werfen immer wieder Gegenstände aus dem Wagen, um die ihnen folgenden Polizeifahrzeuge zu treffen. Und dies alles nicht etwa nachts, sondern am späten Nachmittag. Fußgänger müssen zur Seite springen, Autos ausweichen. Erst auf der Jahnstraße in Degerloch hat der Spuk ein Ende. Der Brandenburger Opel kracht frontal in einen BMW.

Drei der damaligen Täter sind bereits rechtskräftig verurteilt. Zwei Burschen wanderten für knapp fünf beziehungsweise knapp vier Jahre hinter Gitter. Der Mann, der das Opfer in den Hinterhalt gelockt hatte, kam mit einer Bewährungsstrafe davon, weil er an der Drangsalierung des 26-Jährigen und an der Verfolgungsjagd nicht beteiligt gewesen war.

Seit Dienstag steht nun also der 34-jährige Brunnenbauer aus der Lausitz sozusagen als Nachzügler vor dem Landgericht. Er ist lediglich der Beihilfe angeklagt, weil er vor der Garage im Auto gewartet hatte. Bei der waghalsigen Flucht vor der Polizei soll er nicht mehr am Steuer gesessen haben. Vor dem Prozessauftakt hatte die Strafkammer dem 34-Jährigen eine Bewährungsstrafe in Aussicht gestellt – falls er ein Geständnis abzulegen bereit sei. Doch der Mann verlegt sich aufs Schweigen.

Bei früheren Vernehmungen hat er zugegeben, beim Ausflug von Brandenburg nach Nellingen mit von der Partie gewesen zu sein. Er sei nur mitgefahren, weil er die anderen Jungs kannte. „Die hatten was vor. Ich wusste aber nicht was“, so der 34-Jährige. Er habe damals aber mitbekommen, wie ein Mann aus der Garage gestürmt sei und laut um Hilfe gerufen habe.

„Schon das könnte man als Beihilfe interpretieren“, so die Vorsitzende Richterin. Schließlich sei der Angeklagte dann vor dem Fahrerwechsel am Steuer gesessen. Der Prozess wird am 25. April fortgesetzt.

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.brutale-schuldeneintreiber-nach-wilder-verfolgungsjagd-vor-gericht.488fb5f1-33b8-4c17-9784-5f546fae87f9.html?redirectToMobile=false