Polizei Wilhelmshaven sieht keinen Rockerkrieg

Wilhelmshaven/Friesland Die Polizei in Wilhelmshaven und Friesland sieht trotz vereinzelter Auseinandersetzungen und Sachbeschädigungen derzeit keine Hinweise für eine Eskalation von Gewalt und Kriminalität innerhalb der örtlichen Rockerszene. Das machten Kripo-Chef Arne Schmidt und Inspektions-Leiter und Kriminaldirektor Bernd Deutschmann am Montag deutlich.

Von den 16 Motorradgruppierungen im Inspektionsbereich sei die Mehrheit völlig unauffällig, so Schmidt. Drei Clubs hingegen stünden unter „verschärfter Beobachtung“: die „Hells Angels Jade Bay Wilhelmshaven“ sowie „MC Gremium Wilhelmshaven“ und „MC Gremium Jever“. Der jüngsten Gewalt im Rockerumfeld soll ein privater Beziehungsstreit vorausgegangen sein. Die für das vergangene Wochenende von einem anonymen Hinweisgeber angekündigte Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern verfeindeter Rockerclubs blieb aus.

Laut Polizei gibt es keine konkreten Geschäftsfelder, die unter den Gangs aufgeteilt werden sollen. Dies bedeute nicht, dass einzelne Angehörige von Motorradclubs in zwielichtige und teilweise auch illegale und kriminelle Aktivitäten verwickelt seien. Verhältnisse, wie sie in Großstädten vorherrschen sollen, gebe es in Wilhelmshaven nicht.

http://www.nwzonline.de/region/polizei-sieht-keinen-rockerkrieg_a_19,0,786792989.html

Razzia bei Gremium MC in Mühlhausen

Bei einer Serie von Durchsuchungen im Rockermilieu haben Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mehrere Waffen und Drogen gefunden. Einsatzgebiet ist der Unstrut-Hainich-Kreis. Betroffen sind Objekte von sechs Beschuldigten des Rockerclubs “Gremium MC”, teilte die Staatsanwaltschaft Mühlhausen MDR THÜRINGEN auf Anfrage mit. Derzeit würden die Funde ausgewertet. Anlass der Razzia sei ein seit längerer Zeit laufendes Ermittlungsverfahren gegen mehrere Beschuldigte wegen Handels mit Betäubungsmitteln und Verstoß gegen das Waffengesetz. Die Tatverdächtigen sind 20 bis 48 Jahre alt.

Polizei und Staatsanwaltschaft haben seit dem frühen Dienstagmorgen neun Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Auf einem Grundstück in Mühlhausen wurden die Beamten außerdem vom Hund eines Verdächtigen angegriffen, so die Polizei. Der Mann habe den Hund, einen 49 Kilogramm schweren Mischlingsrüden, nicht zurückgerufen. Als er sich gefährlich näherte, haben die Beamten des Spezialeinsatzkommandos das Tier zur Eigensicherung gezielt erschossen, erklärte die Polizei. Es handelte sich um eine Kreuzung aus Deutschem Schäferhund und American Staffordshire Terrier.

Bei den Durchsuchungen wurden unter anderem eine scharfe Pistole Walther P 38 mit Munition, verbotene Gegenstände, wie Teleskopschlagstöcke, Springmesser und ein Seitengewehr sowie geringe Mengen Rauschgift sichergestellt.

An der Aktion waren bis zu 100 Polizisten und auch das Spezialeinsatzkommando beteiligt sowie mehrere Diensthundeführer mit Sprengstoffspür-, und Rauschgiftsuchhunden. Festnahmen hat es laut Polizei nicht gegeben.

Es ist nicht die erste Razzia in Nordthüringer Rockerkreisen. Schon vor drei Jahren waren sieben Immobilien wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Hehlerei und der Schutzgelderpressung durchsucht worden. Für Schlagzeilen sorgte der Club auch ein Jahr später. 2012 war ein ehemaliger NPD-Funktionär aus Nordhausen dem Motorradclub beigetreten.

Die weltweit agierenden Rockerclubs existieren auch in Deutschland. Nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz sind im Freistaat derzeit alle vier großen, im Bundesgebiet agierenden Rockerorganisationen mit eigenen Ortsgruppen vertreten: Bandidos MC, Hells Angels MC, Gremium MC und die Outlaws MC. Es handele sich um eine “ernstzunehmende Erscheinung” der organisierten Kriminalität. Die “Gangs” versuchen demnach Einfluss auf verschiedene Kriminalitäts- und Wirtschaftsbereiche zu erlangen. “Sie grenzen sich – auch äußerlich erkennbar – bewusst von anderen Motorradvereinen sowie den Normen und Wertvorstellungen der Gesellschaft ab”, heißt es beim Thüringer Verfassungsschutz. Die Clubs seien durch eine strenge Hierarchie und selbst geschaffene Regeln gekennzeichnet.

http://www.mdr.de/nachrichten/rocker-razzia106_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html

Razzia bei Hells Angels in Adelebsen

Mit einem Großaufgebot von Polizeibeamten sowie einem Sondereinsatzkommando hat die Polizei Nordhessen am Montagabend, 29. September, den Boxclub der Rockergruppe Hells Angels in Adelebsen durchsucht und mutmaßlich mehrere Führungskräfte der umstrittenen Vereinigung festgenommen.

Die Aktion geht von der Polizeidirektion Nordhessen aus. Göttinger Beamte haben offenbar lediglich Unterstützung geleistet.

Anlass der Aktion ist mutmaßlich ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Kassel wegen des Verdachts der Erpressung. Ob das damit zusammenhängt, dass die Göttinger Türsteher-Szene fest in der Hand von Sicherheits-Dienstleistern aus Kassel liegt und sich Mitglieder der Göttinger Hells Angels zuletzt verstärkt als Türsteher engagierten, ist nicht bestätigt.

Es war gegen 18 Uhr, als drei Mannschaftswagen der Polizei vorfuhren und Polizeibeamte in voller Einsatz-Montur herausstürmten. Sie stellen noch auf der Straße drei Rocker mit ihren schweren Maschinen. Der Rest stürmte den Club in der Langen Straße, das Hauptquartier der Göttinger Hells Angels.

Führende Mitglieder verschiedener Rockergruppen?

Im Innern sollen elf Personen, neun Männer und zwei Frauen, angetroffen worden sein. Dabei soll es sich unbestätigten Informationen zufolge unter anderem um führende Mitglieder verschiedener Rockergruppen gehandelt haben. Ob diese festgenommen oder gar verhaftet wurden, ist nicht bekannt.

Keine Polizeidienststelle bestätigt den Einsatz. Vorsorglich war ein Gefangenenbus der Polizei vor das Gebäude gefahren worden. Die Staatsanwaltschaft Göttingen war nach eigener Auskunft nicht beteiligt. Die Kollegen aus Kassel waren am Abend nicht mehr zu erreichen. Und die Polizei Kassel gibt mit Verweis auf die Staatsanwaltschaft keine Auskunft.

Der Einsatz dauerte mehr als drei Stunden an. Offenbar wurde der gesamte Club gründlich durchsucht. Ob auch Gegenstände oder Akten beschlagnahmt wurden, ist nicht bekannt.

http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/Polizei-schlaegt-bei-Hells-Angels-in-Adelebsen-zu

United Tribuns wollen sich in Rheinhausen niederlassen

Duisburg-Rheinhausen. Die aus Süddeutschland stammende Straßengang United Tribuns drängt weiter ins Revier. In Rheinhausen wollte die im Rotlicht-Milieu aktive Gang am Wochenende ihr Clubheim eröffnen, das Lokal war aber vorher versiegelt worden. Weshalb die Stadt Duisburg die Eröffnungsparty der Gang untersagte.

Bis zur Holztür mit Glaseinsatz geht’s drei Stufen rauf. Wer durch die Scheibe schaut, sieht das, was man im Innern einer Kneipe eben vermutet: Getränkekisten, Bar, Stühle, Tische. An der Tür klebt ein Schild mit dem Hinweis, der Eintritt sei nur Clubmitgliedern und geladenen Gästen gestattet. Darunter ist der Name des Inhabers aufgedruckt. Ein Stück daneben findet sich das Siegel der Stadt Duisburg. Das Bürger- und Ordnungsamt hat das offenbar als neues Vereinsheim der Straßengang United Tribuns vorgesehene Lokal an der Rheinhauser Elisabethstraße geschlossen.

Was ist das für eine Gruppe, die sich in Rheinhausen niederlässt? Einträgen im Internet zu Folge ist United Tribuns eine Vereinigung aus Bodybuildern, Kampfsportlern und Türstehern. Gegründet worden sein soll sie im Jahr 1994 in Baden-Württemberg vom ehemaligen bosnischen Boxer Almir Ćulum.

Treffen in Rheinhausen endete mit 51 Platzverweisen

Im Umfeld der United Tribuns ist von Polizeiseite immer wieder von Auseinandersetzungen mit den Rockern der Hells Angels die Rede. Das seit Ende vergangenen Jahres an der Lothringer Straße in Oberhausen angemietete Ladenlokal hat die Straßengang laut Informationen der Redaktion inzwischen wieder verlassen. Rund 50 Mitglieder soll die Gruppe in Oberhausen gehabt haben.

Laut Polizeiangaben sollen am vergangenen Samstag, nachdem die Eröffnungsparty in Rheinhausen wegen der Versiegelung des Gebäudes ausgefallen war und mit 51 Platzverweisen endete, einige Tribuns-Mitglieder weiter nach Oberhausen Richtung ehemaliges Vereinsheim gezogen sein. Da kein Mietvertrag mehr bestand, habe die Polizei sie am Betreten des Gebäudes gehindert, die Männer seien dann auf den Parkplatz des Revierparks Vonderort in Oberhausen gegangen und hätten sich dort ruhig verhalten, hieß es.

Stadt Duisburg nennt Gründe für Versiegelung des Lokals

Warum ist die Gaststätte an der Elisabethstraße von der Stadt Duisburg geschlossen worden? Die Verwaltung antwortete schriftlich auf die Anfrage der Redaktion: „Der Betriebsinhaber kann sich nach den hier vorliegenden Erkenntnissen derzeit nicht um seinen Betrieb kümmern. Eine Aufforderung zur Vorsprache blieb bisher unbeantwortet.

Bei dem vermutlich für diesen Betrieb verantwortlichen Beschäftigten (Stellvertreter) zweifelt die Stadt dessen Eignung an, im Sinne des Gaststättengesetzes das Lokal den Regeln entsprechend führen zu können. Gegen ihn gab es laut Stadt diverse Straf- und Ermittlungsverfahren. “Aus diesen Gründen wurde der Betrieb durch das Bürger- und Ordnungsamt am 26. September zwangsweise geschlossen (versiegelt)“, so die Antwort der Stadt. Bis zu der Polizeiaktion am Samstag war es aus Sicht des Ordnungsamtes rund um das Gebäude ruhig, schreibt die Stadt.

Ob und wann das Siegel möglicherweise wieder verschwindet, ist derzeit unklar. Ebenso wie das weitere Vorgehen der United Tribuns. Der auf dem Türschild als Inhaber genannte Mann kam der Bitte um einen Rückruf bislang nicht nach.

Satudarah hat Clubheim in Rheinhausen aufgegeben

Wie steht es insgesamt um die sogenannte Rocker-Szene im Duisburger Westen? Der niederländische Club „MC Satudarah“ hat seine Räume an der Friedrich-Ebert-Straße laut eigenen Angaben verlassen, die Schilder sind inzwischen verschwunden. Rund um das von dem Club gekaufte Haus an der Duisburger Straße, so sagen es Stadt wie Polizei, seien aktuell keine Aktivitäten zu beobachten. „Für den Betrieb an der Duisburger Straße wurde keine Gaststättenerlaubnis erteilt“, schreibt die Stadt. Die Polizei hat laut eigener Aussage sämtliche Gruppen von Satudarah und den Bandidos bis zu den Hells Angels oder Gremium MC im Blick

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/strassengang-united-tribuns-will-sich-in-rheinhausen-niederlassen-id9882844.html

United Tribuns haben ihre Miete nicht bezahlt

Duisburg/Oberhausen – Dieser Abend ist für die Rocker zweimal schief gelaufen…

Mit einem Großaufgebot hat die Polizei eine Feier der United Tribuns verhindert. Die knapp 100 Rocker wollten in Duisburg offenbar ein neues Chapter gründen.

Doch das für die Party ausgesuchte neue Clubheim wurde einen Tag vorher vom Ordnungsamt versiegelt, weil die Rocker einen Antrag für die Feier nicht ordnungsgemäß gestellt hatten.

Da es Hinweise gab, dass sie sich von dem Verbot nicht abhalten lassen, sicherte eine Polizeihundertschaft das Geschäftshaus in Duisburg-Rheinhausen.

Als die Rocker merkten, dass die Polizei in der Überzahl ist, fuhren sie prompt nach Oberhausen – sie wollten nun in ihrem ehemaligen Clubhaus feiern.

Doch: Weil die Rocker nach Aussage des Hausbesitzers schon länger ihre Miete nicht bezahlt hatten, durften sie auch dort nicht feiern.

Da kippte die Stimmung bei den United Tribuns: Sie drohten der Polizei, sie würden noch weitere 100 Rocker nach Oberhausen rufen. Doch die einzige Verstärkung, die kam, war die der Polizei.

Ein Sprecher: „Wir haben sicherheitshalber noch weitere Beamte und auch Hundeführer angefordert, um unsere Maßnahmen durchzusetzen.“ Über 200 Polizisten hielten die Rocker schließlich in Schach.

Daraufhin zogen die sich in einen nahen Park zurück, tranken noch ein paar Bier und gingen dann nach Hause….

http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/motorradclub/rocker-wollten-clubheim-eroeffnen-37928682.bild.html