Hells Angels Mitglied bei Drogen-Razzia erwischt

Hells Angels Mitglied bei Drogen-Razzia erwischt

München – Ist er der Drogenkönig von Oberbayern?

Der Polizei in Rosenheim gelang ein spektakulärer Schlag gegen die Rocker-, Rotlicht- und Drogenszene im Großraum München. Einer der verhafteten Männer ist Hells Angels-Rocker Michael E. (30) vom Charter „Deep South“.

Kokain, Marihuana, Falschgeld, Waffen! Als das SEK elf Wohnungen stürmte, waren selbst die erfahrenen Beamten überrascht, was da alles so herum lag: Große Mengen Kokain, 1,5 Kilogramm Marihuana (Wert: 60000 Euro), Falschgeld, Schlagringe, Totschläger und ein Springmesser.

Eine Razzia wie im Kino-Film: Als die schwer bewaffneten Spezialpolizisten eine Tür aufbrachen, türmte ein mutmaßlicher Dealer (41) auf den Balkon, sprang vier Meter in die Tiefe. Pech gehabt. Dort warteten bereits Beamte auf ihn…

Vier Männer (25, 30, 31, 41) und zwei Prostituierte (27, 35) wurden festgenommen, fünf davon befinden sich in Untersuchungshaft – darunter Rocker Michael E.!

Nach BILD-Informationen sind auch zwei so genannte Prospects der Hells Angels, eine Art Bewerber auf die Vollmitgliedschaft, in U-Haft.

Zum selben Charter wie Michel E. gehört auch Hells Angel Khaled Beksmati (35). Er soll im Mai bei einer Schlägerei im „Crown’s Club“ zwei Opfer (36, 37) schwer verletzt haben! Die Polizei jagt ihn seither mit internationalem Haftbefehl. Bislang erfolglos…

http://www.bild.de/regional/muenchen/hells-angels/rocker-drogen-razzia-polizei-u-haft-kokain-42003084.bild.html

Hells Angels Bozen zur Kriminellen Vereinigung erklärt

Hells Angels Bozen zur Kriminellen Vereinigung erklärt

Die Kassation hat erstmals ein Chapter der Motorradrocker Hell´s Angels (aus Südtirol) zur kriminellen Vereinigung erklärt – und die Haftstrafen des Bozner Oberlandesgerichts bestätigt.

Der Richter, der das Urteil der Zweiten Sektion des Kassationsgerichtshofs verfasst hat, kennt sich aus mit kriminellen Vereinigungen. Piercamillo Davigo war in den 1990iger Jahren einiger der Top-Staatsanwälte, welche den „mani pulite“-Korruptionsskandal aufgedeckt haben.

Inzwischen befasst sich Davigo mit profaneren Dingen: Hell´s Angels.

In Südtirol gab es Ende der Nullerjahre eine spektakuläre Ermittlung von Staatsanwältin Donatella Marchesini gegen die Mitglieder des Hell´s Angels Motor Clubs in Bozen, der in der Industriezone ein eigenes Vereinslokal unterhielt. 2008 kam es zu einer Serie von Verhaftungen, nachdem ein Mann aus Deutschland kurzzeitig entführt worden war.

Im Oktober 2010 sprach Vorverhandlungsrichter Carlo Busato im verkürzten Verfahren ein Urteil gegen sechs Mitglieder des Motorradclubs.

Der 40-jährige Edwin Zippl aus Rodeneck und der 31-jährige Bozner Daniel Geppert erhielten die höchste Strafe: Viereinhalb Jahre Haft wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung zum Zwecke der Schutzgelderpressung, Entführung und des Drogenhandels. Ein weiterer Rocker, der wegen dieser Delikte angeklagt war, Stefan Innerbichler, 35, war wenige Wochen vor dem Urteilsspruch mit seiner Harley Davidson tödlich verunglückt.

Zu zwei Jahren Haft verurteilte Richter Busato den Angeklagten Roman Tutzer aus Welschnofen, 34, Elmar Obermair, 38, aus dem Ahrntal, erhielt eine Haftstrafe von 18 Monaten. Zu je einem Jahr Haft wurden der Eppaner Markus Dorfmann, 31, und Bernhard Neumair aus Gais verurteilt.

Das Oberlandesgericht bestätigte 2014 ein Großteil der Urteile, es gab aber Haft-Reduzierungen: Die Strafe von Chapter-Chef Edwin Zippl wurde auf vier Jahre und vier Monate Haft herabgesetzt, jene von Kassier Daniel Geppert auf vier Jahre. Markus Dorfmann und Elmar Obermair erhielten jeweils einen Skonto von zwei Monaten Haft. Nachdem alle Strafen unter vier Jahren liegen und die Verurteilten zum Teil mehrere Monate in U-Haft verbracht haben, ist davon auszugehen, dass keiner von ihnen nach den neuen Gesetzen ins Gefängnis muss.

Das Interessante am nun ergangenen Urteil der Kassation:

Die kriminelle Vereinigung, bestehend aus Zippl, Geppert und dem verstorbenen Stefan Innerbichler, hält einer Prüfung durch die letzte Instanz stand. Ein Novum in der italienischen Rechtssprechung, denn erstmals wurde diese Einstufung für einen Rockerclub bestätigt.

„Zur Erfüllung des Tatbestandes der kriminellen Bandenbildung wird keine feste Organisation benötigt, es reicht die Bildung einer Struktur, die auch vor der Entwicklung der kriminellen Idee existiert hat“, heißt es im Urteil der römischen Höchstrichter. Der Hell’s Angels Motor Club Bozen, vorgeblich an großzylindrigen Motorrädern interessiert, habe „eine Reihe von kriminellen Aktivitäten vorbereitet“ – und zwar in Gestalt einer „paramilitärischen“ Organisationsstruktur“ zu der auch der Gebrauch von Waffen gehört habe. Bezeugt durch zahlreiche Aussagen von damaligen und früheren Mitgliedern des Chapters.

Das reicht, so schreibt Davigo, die Bozner Gruppe als kriminelle Vereinigung einzustufen. Inzwischen ist der Hell’s Angels Motor Club Bozen ohnehin aufgelöst worden und die Frage ist müßig, ob sich jemand bei einem Beitritt automatisch strafbar machen würde. Es geht um die „kriminelle Idee“.

http://www.tageszeitung.it/2015/07/31/die-hoellen-engel/

Lahrer Hells Angels freuen sich über Kutten-Erlaubnis

Lahrer Hells Angels freuen sich über Kutten-Erlaubnis

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das in einigen Bundesländern verhängte Kuttenverbot für unbescholtene Motorradclubs aufgehoben. Die Lahrer Hells Angels freuen sich darüber. Es geht ihnen nicht um Klamotten, sondern um Grundrechte.

»Der BGH hat es auf den Punkt gebracht. Was mich wundert ist, dass der Staat nichts lernt«, sagt Horst Walter, ehemaliger Präsident des Lahrer Charters der Hells Angels, im Gespräch mit der Mittelbadischen Presse im Lahrer Lokal »The Other Place« in der Alten Rheinstraße. Vermeintlich schwere Jungs, tätowiert, mit Lederjacken oder Hells-Angels-T-Shirts sitzen oder stehen vor und im Lokal. Die Stimmung ist entspannt.

Horst Walter spricht über das erst vom Land verhängte Kuttenverbot und die Entscheidung des Karlsruher Bundesgerichtshofs (BGH), der ein Urteil des Bochumer Landgerichts bestätigt und die Revision der Staatsanwaltschaft vom Oktober vergangenen Jahres zurückgewiesen hatte. Tenor: Kuttenverbote dürfen nur für verbotene Motorradclubs gelten, nicht aber, wenn darauf Abzeichen einer nicht verbotenen Gruppe angebracht sind. Horst Walter freut dieses Urteil: »Wir wollen uns nicht besser machen, als wir sind. Aber es kann nicht sein, dass uns Politiker vorschreiben wollen, was wir anzuziehen haben.«

Grundrechte beschnitten

Dabei gehe es ihm weniger um das Tragen der Kutten, sondern darum, dass sich die Motorradclubs in ihren Grundrechten beschnitten gefühlt hätten. Freimütig räumt Horst Walter ein, dass die Hells Angels wie andere Clubs »Subkultur sind, aber wie viele andere Gruppierungen auch«.

Kein Verständnis hat er dafür, dass alle Motorrad-Clubs über einen Kamm geschoren und als kriminell dargestellt werden: »Wenn wir allein die Hooligans nehmen, die zu Hunderten bei Fußballspielen Straftaten begehen, sind wir lachhaft. Aber niemand käme auf die Idee, Hooligans Vereinstrikots zu verbieten.«

Für das Polizeipräsidium Offenburg ist der Spruch der Karlsruher Richter bindend. »Wir beachten ihn, er lässt uns keinen Spielraum«, sagte Pressesprecher Patrick Bergmann auf Anfrage der Mittelbadischen Presse.

Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD), dem die Polizei untersteht, hatte nach dem Urteil gegenüber der Deutschen Presseagentur angekündigt, weiter Wege zu suchen, die es ermöglichen, Rockersymbole zu verbieten. Viele Bundesländer, der Bund Deutscher Kriminalbeamter und auch die Polizeigewerkschaften sehen das Kuttenverbot als einen Weg im Kampf gegen die organisierte Kriminalität, etwa im Bereich Drogen, Waffen und Menschenhandel. Doch für Walter ist das Kuttenverbot nicht schlüssig: »Nur weil die Kutten weg sind, sind wir ja nicht weg.« Außerdem gebe es viel mehr Kriminelle in anderen Bereichen der Gesellschaft.

Richtig ärgert Walter, »dass bereits über Berufsverbote für Hells-Angels-Mitglieder nachgedacht wird, dass Behörden den Motorradclubs Steine in den Weg legen, wo es nur geht, und dass es ihnen grundsätzlich verboten ist, Waffen zu besitzen«. Die Politik sei auch unverhältnismäßig gegen Jäger vorgegangen.

»Keine Chance in Berlin«

Freilich gesteht er zu, dass es in Großstädten wie Berlin, Hamburg, Hannover und Stuttgart viel härter zugeht als auf dem Land, auch wegen türkischer oder russischer Gruppen. »Aber wir Lahrer sind friedlich, wir hätten in Berlin keine Chance.«

Dennoch würden auch Mitglieder aus Lahr unberechtigterweise verfolgt. »Das einmal vorhandene Vertrauen zur Polizei ist gestört«, sagt Walter und erinnert zudem an Ungereimtheiten im Verfahren um den am 27. November 2012 erschossenen Tommy G. Aber das sei eine ganz andere Geschichte.

http://www.bo.de/lokales/ortenau/lahrer-hells-angels-freuen-sich-ueber-kutten-erlaubnis

Hells Angels unter Erpressungs-Verdacht

Hells Angels unter Erpressungs-Verdacht

Düsseldorf. Sie schlugen ihre Opfer und forderten mehrere Tausend Euro: Nun wurden die brutalen Erpresser, drei Männer aus Düsseldorf, festgenommen. Ein 24-Jähriger und ein 38-Jähriger stammen aus dem Rockermilieu.

Es ging um Geld: Einen fünfstelligen Betrag sollen zwei Mitglieder der Hells Angels gemeinsam mit einem Komplizen von einem Düsseldorfer verlangt haben. Einen Grund dafür gab es nicht, stattdessen am 7. Juli einen Hinterhalt, in den der Mann in Rath gelockt und in dem er zusammengeschlagen wurde. Wenn er nicht binnen einer Woche die geforderte Summe zahle, werde er mit weiteren Repressalien rechnen müssen, sollen ihm die Schläger erklärt haben.

Der Düsseldorfer, zu dem die Polizei aus Opferschutzgründen keine weiteren Angaben macht, wandte sich stattdessen an die Kripo. Die fand heraus, dass seine Geschichte offenbar stimmt und später weitere Beweise gegen einen 38-jährigen Hells Angel, einen 24-jährigen Anwärter der Bande und einen weiteren 24-Jährigen. Alle drei wurden vor zwei Wochen in Pempelfort, Eller und Oberkassel festgenommen, zwei sind inzwischen in U-Haft. Nur der Komplize, der offenbar dem Rockerclub nicht angehört, ist unter Auflagen frei. Ob die 45 000 Euro, die die Polizei in der Wohnung des 38-Jährigen fand, aus einer Straftat stammen, werde noch ermittelt.

Es ist seit Monaten der erste bekanntgewordene Vorfall mit Beteiligung krimineller Rocker in Düsseldorf. Nach einer bewaffneten Auseinandersetzung, bei der in der Silvesternacht auch ein unbeteiligter Altstadtgast durch einen Schuss verletzt worden war, hatte die Polizei mit massiver Präsenz und verschärften Kontrollen die Lage in den Griff bekommen. „Wir machen denen das Leben schwer“, heißt es aus Ermittlerkreisen. Die konsequente Linie habe auch dazu geführt, dass die Szene, die ihre Clubheime eher außerhalb Düsseldorfs habe, derzeit in der Stadt eher selten auftauche. Die Gefahr eines Rockerkrieges in Düsseldorf, der im Frühjahr als nicht unwahrscheinlich galt, sei zurzeit wohl gebannt, sagte ein Ermittler unserer Redaktion.

Dass Urteil aus Karlsruhe, dass den Mitgliedern von Rockerclubs wieder erlaubt ihre Vereinsembleme zu zeigen, stößt bei der Düsseldorfer Polizei auf wenig Verständnis. „Es ist nicht gut, wenn die Rocker ihre Kutten wieder tragen und so durch martialisches Auftreten vermeintliche Macht demonstrieren können“, heißt es.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/blaulicht/hells-angels-mitglieder-nach-erpressung-in-u-haft-aid-1.5275120

Frank Hanebuth erfuhr es als Letzter von Freilassung

Frank Hanebuth erfuhr es als Letzter von Freilassung

Wo ist Frank Hanebuth? Diese Frage stellt sich, nachdem der ehemalige Hells-Angels-Boss aus der spanischen Untersuchungshaft entlassen worden ist. Mehr als zwei Jahre nach seiner Verhaftung auf Mallorca konnte Hanebuth am Montag das Gefängnis El Puerto de Santa María I bei Cádiz im Süden Spaniens verlassen. Zuvor hatte der 50-Jährige eine Kaution von 60.000 Euro bezahlt. Er muss sich täglich bei den Behörden melden und darf Spanien bis zum Prozessbeginn nicht verlassen.

Das bedeutet: Der Rocker braucht einen spanischen Wohnsitz. Vor der Verhaftung auf Mallorca war er auf der Insel, in Lloret de Vistalegre, ansässig. „Ich werde keine Aussage darüber abgeben, wo sich Frank Hanebuth aufhält“, erklärte dessen Hannoveraner Anwalt Götz von Fromberg auf MM-Anfrage am Mittwoch. Zwar weiß von Fromberg, dass Medien seinen Mandanten früher oder später aufspüren werden, er betont aber: „Ich möchte ihm jeden Tag der Ruhe gönnen. Die Zeit war anstrengend genug für ihn.“

Kommt Hanebuth denn bald wieder nach Mallorca? „Nein, nach meinen Informationen wird das nicht so sein“, so von Fromberg.

Dem Anwalt zufolge hat der Rocker die zwei Jahre Untersuchungshaft gut überstanden: „Er hat abgenommen, ist topfit, psychisch und physisch sehr stabil.“ Von Fromberg verrät, dass Hanebuth offenbar als Letzter von der eigenen Freilassung erfahren hat: „Die Entscheidung wurde Freitag bekannt, zu ihm ist die Information aber erst am Sonntag durchgedrungen.“

Zu den gleichen Bedingungen wie Hanebuth kam auch dessen mutmaßlicher Komplize Khalil Youssafi auf freien Fuß, der in einer anderen Haftanstalt einsaß.

Dass alles jetzt überraschend doch ganz anders kam, als von den Anwälten erwartet, hat folgenden Hintergrund: Die Strafkammer des Nationalen Gerichtshofs hatte vergangene Woche eine Entscheidung von Ermittlungsrichter Eloy Velasco widerrufen, mit der die Untersuchungshaft für Hanebuth und Youssafi um maximal zwei Jahre verlängert werden sollte. Zur Begründung heißt es nun, dass keine Verdunklungsgefahr mehr bestehe.

http://mallorcamagazin.com/aktuelles/nachrichten/2015/07/30/43155/wusste-als-letzter-bescheid.html